Powerdrinks für Autofahrer

Powerlook: Powerdrink für Autofahrer

— 10.10.2012

Kein Wundermittel

Was bringt der Powerdrink "Powerlook" für Autofahrer? AUTO BILD hat mit Sascha Rohn, Professor für Lebensmittelchemie an der Universität Hamburg, gesprochen.

AUTO BILD: Mit "Powerlook" gibt es das erste Getränk speziell für Autofahrer. Welche besonderen Zutaten hat dieser Drink? Sascha Rohn: Das Getränk wirbt mit Beerenextrakten, die auch in Johannisbeer- und anderen Fruchtsäften drin sind. Bei "Powerlook" ist die Menge allerdings sehr gering. Dass die Inhaltsstoffe in der Konzentration wirksam sind, glaube ich nicht. Die Extrakte werden nur zum Färben benutzt.

Sascha Rohn, Professor für Lebensmittelchemie.

Lässt sich mit dem Getränk denn eine Ruhepause aufschieben, wie es in der Werbung heißt? An zweiter Stelle der Zutatenliste steht schon Zucker. Das ist zwar ein kurzfristiger Energie-Boost, aber nicht besonders gesund. Das Koffein, das in "Powerlook" drin ist, entspricht dem von Red Bull. Da kann man genauso gut eine Tasse Kaffee trinken.

"Powerlook" soll außerdem noch das Sehen bei Dämmerung und schlechter Sicht erleichtern. Dem Getränk sind Vitamine zugesetzt. Vitamin A ist wichtig für den Sehprozess. Allerdings muss man langfristig ein gleichbleibendes Level halten, um da tatsächlich eine Wirkung zu erzielen. Eine hohe Einmaldosis wird einfach wieder ausgeschieden. Da spricht man dann von "teurem Urin".

Eine kurzfristige Verbesserung der Sehkraft ist unmöglich? Ja. Das Getränk bei akuten Schwierigkeiten mit der Sicht zu empfehlen, halte ich für ziemlich gefährlich. Da helfen nur Pausen. Für gute Augen sollte man lieber regelmäßig Karotten essen oder Fruchtsäfte trinken.

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