smart cdi

Test-Telegramm smart cdi Test-Telegramm smart cdi

smart cdi

— 12.02.2002

Smart gedieselt

Die beste Art, smart zu fahren: Mit dem cdi-Diesel wird der Winzling zum Drei-Liter-Auto.

Motor und Fahrwerk

smart - das Wort steht seit 1997 für einen umstrittenen Auto-Zwerg. Eigentlich aber kommt es aus dem Englischen und bedeutet "schlau" oder "geschäftstüchtig". Diese Übersetzung passt ideal zur jüngsten smart-Variante - dem cdi.

Motor und Getriebe Der bollert beim Start wie ein großer und ist doch ein ganz kleiner: der kleinste Common-Rail-Diesel der Welt. Ein munteres, drehfreudiges Motörchen mit 41 PS. Bei niedrigen Drehzahlen tuckert er noch kräftig, läuft dann später sogar leiser als die Benziner. Ab etwa 1800 Touren zieht der Dreizylinder kräftig und gleichmäßig an. Bei 135 km/h Spitze wird dann elektronisch abgeregelt - schließlich soll hier vor allem Kraftstoff gespart werden. Und das klappt. Mit dem cdi wird der Smart zum Drei-Liter-Auto. Testverbrauch: 3,5 Liter. Wer will, kann die Fünf hinterm Komma auch noch einsparen. Alles bestens also? Nun ja. Die ruckelige Automatik nervt weiterhin mit ihren langen Schaltpausen (beim cdi serienmäßig), obwohl sie mit dem Drehmomentverlauf des cdi schon besser zu harmonieren scheint.

Fahrwerk und Sicherheit Der neue Jahrgang fährt mit größeren Stabis vorn jetzt etwas handlicher, schiebt in Kurven nicht mehr so stark über die Vorderräder. Geblieben ist die zu indirekte Lenkung. ABS, Fahrdynamikregelung, zwei Airbags und elektronische Bremskraftverteilung sind für den Fall der Fälle immer an Bord.

Komfort und Preis

Karosserie und Innenraum Ein Raumgefühl wie im Van - natürlich nur für zwei. Mit umgeklapptem Beifahrersitz (Serie) reicht der Stauraum locker für den Wochenend-Einkauf. Leider gar nicht smart sind die Aufpreise, die für Zeituhr (139 Mark) und Drehzahlmesser (119 Mark) verlangt werden.

Komfort Der Fortschritt kommt in Millimetern: zehn Millimeter mehr Federweg vorn, fünf hinten. Es hilft nicht viel: Wie seine Benzin-Brüder hoppelt auch dieser smart über Querfugen und schaukelt sich über Bodenwellen.

Preis und Kosten 18.980 Mark. Das bedeutet einen Aufpreis von 1530 Mark gegenüber dem smart & pulse Benziner - und viel Geld für diesen Winzling. Andererseits kostet das andere echte Drei-Liter-Auto, der (viersitzige) VW Lupo 3L TDI, mit 26.900 Mark erheblich mehr.

Fazit Nach Fehlstart, Rückenlage im Winter und anderen Katastrophen ist der smart jetzt auf dem richtigen Weg - und der cdi-Diesel von den bisher angebotenen Varianten sicherlich die beste. An den grundsätzlichen Schwächen des Konzeptes kann der muntere und sparsame Motor allerdings nicht viel ändern.

Technische Daten und Ausstattung

Technik Motor Dreizylinder • Hubraum 799 cm3 • Leistung 30 kW (41 PS) bei 4200/min • Drehmoment 100 Nm bei 1800/min • Getriebe 6-Stufen-Halbautomatik • Antrieb Heck • Bremsen Scheiben/Trommel • ABSReifen 135/70-175/55 R 15 T • Kofferraum 150 l • Tankinhalt 22 l • Länge/Breite/Höhe 2500/1515/1549 mm • Leergewicht/Zuladung 765/225 kg • Anhängelast (gebremst) keine

Serienausstattung • Fensterheber elektrisch • Zentralverriegelung mit Fernbedienung

Extras Seitenairbags 450 Mark • Klimaanlage 990 Mark

Diesen Beitrag empfehlen

Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.