Staubild

Stauforschung: Städtevergleich

— 30.07.2012

Tagelang im Stau

Staus haben doch was Gutes: Sie gelten ein Indikator für eine starke Wirtschaft, so eine neue Studie. Autofahrer wird's kaum trösten. Vor allem nicht in Stuttgart, wo die Blechlawine laut Städtevergleich am längsten ist.

Autofahrer in deutschen Städten standen 2011 durchschnittlich 36 Stunden im Stau. Ein Jahr zuvor waren es noch 39 Stunden – macht einen Rückgang um acht Prozent. Das hat die Firma INRIX, ein Anbieter von Verkehrsinformationen, ermittelt. Weltweit nahm das Stauvolumen demnach sogar um 17 Prozent ab. Spitzenreiter im innerdeutschen Städtvergleich ist Stuttgart, wo die motorisierten Verkehrsteilnehmer fast 60 Stunden im Stau standen (siehe Rangliste im Kasten).

Stau-Karte: Aktuelle Staumeldungen und Baustelleninfos

Stau-Stunden innerhalb eines Jahres

1. Stuttgart: 59,4 Stunden (bezogen auf den Zeitraum Mai 2011 bis April 2012).

Stau-Stunden innerhalb eines Jahres 1 von 22
Ein Grund für den Staurückgang insgesamt war INRIX zufolge die schwächelnde Wirtschaft. Verkehrsstaus seien ein ausgezeichneter Konjunkturindikator, so die Experten. Sie zeigten, ob Menschen zur Arbeit gehen, Unternehmen Produkte versenden und die Verbraucher Geld ausgeben. So gesehen darf man sich in Deutschland freuen: In den ersten Monaten 2012 gab es hierzulande wieder mehr Staus. Von den 13 analysierten Ländern in Europa staute es sich 2011 in Belgien am meisten: 55 Stunden steckten Autofahrer hier durchschnittlich im Verkehr fest. Bei den Städten war Brüssel mit 72 Staustunden Spitze.

Lesen Sie auch: Stauschau in Echtzeit mit Google

Diesen Beitrag empfehlen

Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.