Studie: Statussymbol Auto

Mercedes S-Klasse BMW 7er

Studie: Statussymbol Auto

— 29.03.2011

So cool wie ein iPhone

Das Auto als Statussymbol hat ausgedient: iPhone und Luxusurlaub haben laut einer Umfrage den gleichen Stellenwert. Hier gibt's das Status-Ranking der Automarken!

Mein Auto, mein Haus, mein Boot: So warb vor einigen Jahren ein deutsches Kreditinstitut für seine Dienstleistungen. Doch das Auto als Statussymbol ist den Deutschen offenbar längst nicht so wichtig wie früher. Das ergab eine Studie der Unternehmensberatung Progenium unter 1000 Autofahrern zum Thema "Der Status des Automobils". Das Auto sei als Statussymbol generell nicht mehr höher angesiedelt als beispielsweise ein iPhone oder ein prestigeträchtiger Urlaub, lautet das Ergebnis. Lediglich einige Marken wie Porsche, BMW, Audi und Mercedes vermitteln in den Augen der Autofahrer noch einen gewissen Glanz. Bei der Umfrage konnten Noten von "1 = bewerte ich sehr hoch" bis "6 = bewerte ich sehr niedrig" für verschiedene "Statusfragen" vergeben werden. So kam der Ausdruck "Mein Auto ist Ausdruck meiner Persönlichkeit" nur auf eine Bewertung von 3,5. Ein mittlerer Status wird allenfalls "gutem Design" (2,97) und "leistungsstarken Autos" (3,02) zugebilligt. Auch die Frage "könnte ich es mir leisten, würde ich ein Luxusauto fahren" erhielt lediglich eine mittlere Bewertung von 3,14. Alles in allem, so die Studie, "scheint das Auto nicht mehr das Ziel- und Wunschobjekt der Deutschen zu sein".

Umfrage: Lieblingsautos der Deutschen

Insbesondere Frauen fehle der statusorientierte Bezug zum Auto. Die einzige Gruppe, die das Auto als Statussymbol noch im Fokus hat, seien die Mittelverdiendenden. Sie würden für ein schickes Auto eher auf andere Güter verzichten als Angehörige anderer Schichten, so die Studie. Obwohl insgesamt bei der Mehrzahl der Deutschen das Auto offensichtlich als Statussymbol ausgedient hat, unterscheiden die Befragten bei einzelnen Automarken immer noch deutlich. So wurden insgesamt 17 Automarken "Statuswerte" von 1,63 bis 4,4 zugeordnet. Progenium-Geschäftsführer Michael Mandat: "Während dem Auto allgemein Status inzwischen abgesprochen wird, können einzelne Hersteller ihre Marken nach wie vor mit Status aufladen." Beim Status gibt es so etwas wie eine Zweiklassengesellschaft. Während Porsche, Mercedes-Benz, BMW und Audi gute Werte von 1,63 bis 1,9 erzielen, reißt die Bewertung anschließend ab. Die große Mehrheit von zwölf Herstellern (Alfa Romeo, Opel, Toyota, Mazda, Ford, Peugeot, Renault, Nissan, Citroën, Skoda, Seat, Fiat) erhält Status-Bewertungen von 3,26 bis 4,4. Einzig VW (2,49) bewegt sich in der Mitte zwischen den beiden Blöcken. Fazit der Studie: "Es sind also nur noch ganz wenige Marken, die in Deutschland Status und Glanz verbreiten. Alle anderen Fabrikate werden von Autofahrern in erster Linie funktional betrachtet."

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