Fotos: So arbeiten Tachotrickser

Tachotrickserei nimmt zu

— 19.04.2012

Sechs Milliarden Euro Schaden

Laut ADAC wurde 2011 an jedem dritten Gebrauchten der Tachostand manipuliert. Ein Chip, der die Tachos manipulationssicher machen würde, kostet nur wenige Euro.

Der ADAC schlägt Alarm: 2011 wurde jeder dritte Gebrauchtwagen mit einem gefälschten Kilometerstand verkauft. Der deutschen Volkswirtschaft ist nach Angaben des Automobilklubs so ein Schaden von mehr als sechs Milliarden Euro entstanden. "Schuld an diesen hohen Zahlen sind die Autohersteller", sagt ADAC-Präsident Peter Meyer. Denn einen wirksamen Schutz gegen die Tachotrickser-Mafia gibt es nicht. Auch die aktuellen Modelle des 2012er Jahrgangs sind kaum geschützt. Dabei wäre es gar nicht so kompliziert: Ein Chip, der die Tachos manipulationssicher machen würde, kostet nur wenige Euro.

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"Nach übereinstimmender Auskunft von Experten, auch auf Seiten der Fahrzeughersteller, würde es nur etwa ein bis zwei Euro kosten, um Autos mit diesem Chip sicherer zu machen. Bei rund drei Millionen Neufahrzeugen, die pro Jahr in Deutschland verkauft werden, entspräche das gerade einmal sechs Millionen Euro. Das ist weniger als ein Tausendstel des jährlich entstehenden Schadens", so der ADAC. Eine weitere Forderung des Klubs ist eine wirksame und flächendeckende Strafverfolgung – der ADAC sieht den Druck seitens der Behörden als bisher deutlich zu gering an. Wir haben einen Tachotrickser mit versteckter Kamera begleitet. In der Bildergalerie können Sie sehen, wie die Trickserei eigentlich funktoniert.

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