Toyota GT 86/Porsche 944: Vergleich
Die wilden 80er sind zurück

Was braucht ein echter Sportwagen? Vor allem Augenmaß – wie Porsche 944 und Toyota GT 86 zeigen. Ein Vergleich zweier Puristen.
- Stefan Voswinkel
Nein, das passt nicht. Selten haben Anspruch und Wirklichkeit so weit auseinander gelegen wie in den vergangenen Jahren bei Toyota. Da haben die Affen in der Werbung "Nichts ist unmöglich" versprochen – und natürlich war trotzdem vieles unmöglich. Bei ihrem Sturm an die Weltspitze haben die Japaner vor lauter grauen Limousinen und grünen Hybriden das Gefühl für das Besondere verloren. Einen Sportwagen etwa, der uns alle bewegt. Wie es die Celica über viele Jahrzehnte getan hat. Aber die Flaute ist vorbei. GT 86 heißt der Heilsbringer, der gemeinsam mit Subaru entstand und im Herbst nach Deutschland kommt.
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Vielversprechend: Der GT 86 bewegt seine 1240 Kilo mittels hochdrehendem 200-PS-Boxer.
Bild: Toni Bader
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Ganz anders als viele Pseudo-Sportler heute: Der Porsche fährt sich direkt, drahtig, draufgängerisch.
Bild: Toni Bader
Die Lenkung des Toyota ist noch ein wenig präziser als die des 944, die Gänge des Sechsgang-Getriebes müssen mit Kraft auf kurzen Wegen eingelegt werden. Der kleine Boxermotor will drehen, drehen, drehen – hier zeigt sich der einzig echte Unterschied zum Porsche: Schmale 205 Newtonmeter bei 6400 Umdrehungen. In diesen Drehzahlregionen fühlt sich der Toyota wohl, klingt plötzlich wie ein Elfer. Beim Ritt über enge Landstraßen gefallen die knappen Abmessungen des GT 86, die leicht erhöhten Kotflügel dienen als Peilhilfe. Fein ausbalanciert nimmt er selbst enge Kurven, am Limit übersteuert er leicht, ohne zu übertreiben. Herrlich. Am Ende steht die Erkenntnis, dass Toyota mit klassischen Porsche-Tugenden perfekt Maß gehalten und mit dem GT 86 einen der faszinierendsten Sportwagen unserer Zeit geschaffen hat. Doch, das passt. Ausgezeichnet sogar! Den kompletten Artikel gibt's im Online-Artikelarchiv als PDF-Download.
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