Gewalt bei Uber-Protesten in Paris

Uber in Frankreich nach den Krawallen

— 06.07.2015

Uber schmeißt in Frankreich hin

Nach Protesten und Verhaftungen: Uber will in Frankreich den umstrittenen Mitfahrdienst UberPop einstellen – zumindest erst einmal.

Online-Voting

'Sollte Uber weiter Dienste anbieten dürfen?'

(dpa) Nach massiven Taxifahrer-Protesten und der Anklage zweier Spitzenmanager wirft der Fahrdienstvermittler Uber in Frankreich vorerst das Handtuch. Der umstrittene Dienst UberPop werde ausgesetzt, teilte das Unternehmen mit. Frankreich-Chef Thibaud Simphal begründete dies in einem Interview der Zeitung "Le Monde" in erster Linie mit der Sicherheit der Uber-Fahrer. "Sie waren in den letzten Tagen Opfer von Gewalttaten", sagte er. Zum anderen wolle Uber eine Entscheidung des Verfassungsgerichts zu dem Dienst abwarten.
Alle News zum Thema Uber
Regeln angepasst: Neuer Versuch bei Uber

Denn die Staatsanwaltschaft hat mittlerweile Anklage gegen Uber Frankreich, Simphal und einen weiteren Uber-Manager erhoben. Sie wirft ihnen unlautere Geschäftspraktiken und Beihilfe zur illegalen Tätigkeit als Taxifahrer vor. Taxifahrer wehren sich in vielen Ländern gegen die für Fahrgäste häufig billigere Konkurrenz. In Frankreich waren diese Proteste in den vergangenen Wochen besonders heftig.

Apps von Mitfahrbörsen: Taxifahrer demonstrieren

Streikende Taxifahrer vor der Berliner Siegessäule Taxi-Apps auf iPhone-Bildschirm Streikende Taxifahrer in London

Die Proteste von Taxifahrern gegen UberPop in Paris waren Ende Juni eskaliert.

So hatten französische Taxifahrer vor allem in der Hauptstadt Paris zahlreiche Straßen blockiert und ein Verkehrschaos ausgelöst. Auf der Ringautobahn legten Streikende am 25. Juni 2015 Feuer, wie auf Fernsehbildern zu sehen war. Behinderungen gab es auch an Bahnhöfen und den beiden großen Pariser Flughäfen Charles de Gaulle und Orly. Hier wurden Zufahrtsstraßen blockiert.
Taxifahrer sauer: Daimler an Uber beteiligt

In Frankreich hatten Taxigewerkschaften zum unbefristeten Streik aufgerufen, um die Regierung zu einem härteren Vorgehen gegen die aus ihrer Sicht unfaire Konkurrenz zu zwingen. "Seit zwei Jahren sagt die Regierung, dass sie etwas machen will. Sie machen nichts", empörte sich ein Taxifahrer im Sender BFMTV. Dabei kam es nach Medienberichten vereinzelt zu Übergriffen. Die amerikanische Sängerin Courtney Love klagte auf Twitter, ihr Wagen sei in Paris angegriffen worden. "Sie schlagen die Autos mit Metallstangen. Ist das Frankreich? In Bagdad bin ich sicherer", schrieb die 50-Jährige. Auch in Deutschland hatten Taxiverbände erbittert gegen Uber gestritten. Der Dienst UberPop wurde hierzulande für rechtswidrig erklärt. Uber versucht nun einen Neustart nach deutschen Regeln mit dem Dienst UberX, bei dem Fahrer die nötigen Genehmigungen haben und die Fahrzeuge offiziell als Mietwagen zugelassen sind. Auch in Frankreich ist offenbar die Umstellung auf UberX geplant.

Städtevergleich für Taxi/Uber/Nahverkehr

Taxi/Uber/Nahverkehr: Städtevergleich Taxi/Uber/Nahverkehr: Städtevergleich Taxi/Uber/Nahverkehr: Städtevergleich

Stichworte:

Taxi Uber

Diesen Beitrag empfehlen

Kommentare

Datenschutz

Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen

comments powered by Disqus
Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.