Nachrichten Verkehrserziehung

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— 10.08.2007

Schocktherapie für Raser und Drängler?

Ein Kind fliegt durch die Windschutzscheibe – Horrorszenen, die betroffen machen sollen. Verkehrssünder, die bei Kontrollen angehalten werden, sollen sich Schockvideos mit drastischen Unfallbildern ansehen.

Nordrhein-Westfalen will Raser, Drängler, Promillesünder und Gurtverweigerer jetzt auf spezielle Art zur Räson bringen. Verkehrssünder, die bei Kontrollen an Unfallschwerpunkten angehalten werden, sollen im Polizeibus Schockvideos mit drastischen Unfallbildern ansehen. NRW-Innenminister Ingo Wolf (FDP) glaubt mit dieser Methode "selbst rücksichtslose Autofahrer betroffen zu machen". Derartige Maßnahmen hätten in anderen Ländern wie Österreich, Großbritannien oder Spanien Wirkung gezeigt. Die Filme zeigen (nachgestellte) Szenen der schlimmsten Sorte: Fußgänger werden durch die Luft geschleudert, Verletzte liegen schreiend auf der Straße, ein Vater hält seinen totgefahrenen Sohn im Arm, ein nicht angeschnalltes Kind fliegt durch die Windschutzscheibe und verblutet auf der Straße – alles in Nahaufnahme. Die DVDs mit den Schockfilmen werden an die rund 360 Verkehrssicherheitsberater im Lande verteilt. Ob sie auch zur Verkehrserziehung an Schulen und in Fahrschulen zum Einsatz kommen, ist noch offen. In den ersten sechs Monaten 2007 kamen auf den Straßen in NRW 370 Menschen ums Leben, zwölf Prozent mehr als im Vorjahr.

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