Symbolbild Pedelec

Unfälle mit Pedelecs und E-Bikes

— 03.06.2013

Gefährliche Elektro-Räder

Elektro-Fahrräder sind beliebt, praktisch, aber auch manchmal gefährlich. Experten fürchten eine steigende Zahl von Unfällen – vor allem mit Pedelecs und E-Bikes Marke Eigenbau.

Der Boom von Elektro-Fahrrädern bereitet Polizei und Unfallforschern zunehmend Sorge. Vor Kurzem verursachte ein älterer Pedelec-Fahrer in Frankfurt/Main einen Unfall, als er bei einer Vollbremsung die Kontrolle über sein Rad verlor. Ein 18 Monate altes Mädchen wurde dabei schwer verletzt. Rund 1,3 Millionen Elektro-Räder sind mittlerweile auf deutschen Straßen unterwegs, allein 2012 wurden knapp 400.000 Pedelecs verkauft. Vor allem die Geschwindigkeit der zulassungsfreien Räder (bis 25 km/h) beunruhigt Experten. "Mehr Unfälle mit Toten und Verletzten sind zu befürchten", glaubt man bei der Unfallforschung der Versicherer (UDV). Pedelec-Fahrer seien oft überfordert, schätzten den Bremsweg falsch ein. Insbesondere Fußgänger seien dadurch gefährdet. 

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Auch herkömmliche Fahrräder lassen sich zu E-Bikes aufrüsten. 2010 wurden 10.000 Umrüstsets verkauft. Im Bastelkeller entstehen teils abenteuerliche Gefährte, weiß Ernst Brust vom Prüfinstitut Velotech.de. Ein großes Problem sei, "dass Händler und Kunden wahllos kombinieren können – auch was nicht zusammenpasst oder irgendwo in der Welt gefertigt wurde". Außerdem ließe sich per Softwaretuning die Leistung der E-Bikes erhöhen. In Hamburg löste kürzlich der Akku eines selbst zusammengebauten E-Bikes einen Brand aus. Der Fahrer konnte rechtzeitig abspringen, das Fahrrad brannte vollständig aus.

ADAC Pedelec-Test 2013

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Fahrrad Unfall

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