Unfall von Felipe Massa

Unfall von Felipe Massa

— 27.07.2009

Schumis Helm rettete Massa

12.000 Euro teuer, 1350 Gramm leicht und von Michael Schumacher mitentwickelt – ein Kohlefaser-Helm aus Magdeburg hat Felipe Massa offensichtlich vor schwereren Verletzungen bewahrt.

RF1.7 – zwei Buchstaben und zwei Ziffern, denen Felipe Massa wahrscheinlich sein Leben verdankt. Der Helm des Magdeburger Firma Schuberth hat dazu beigetragen, dass der Brasilianer Felipe Massa seinen schweren Unfall im Qualifying zum Großen Preis von Ungarn am Samstag vergleichsweise glimpflich überstanden hat. Massa wurde bei gut 200 km/h von einer Fahrwerks-Feder am Kopf getroffen, die sich vom Auto von Rubens Barichello gelöst hatte. Der RF1.7, den neben Massa in der Formel 1 auch Nick Heidfeld, Nico Rosberg und Kimi Räikkönen und in der DTM Ralf Schumacher tragen, besteht aus 18 hochfesten Kohlefaser-Lagen. Das Polycarbonat-Visier ist vier Millimeter dick und praktisch kugelsicher. Rund zehn speziell auf sie abgestimmte und gut 12.000 Euro teure Helme erhalten die Schuberth-Fahrer pro Saison. Der Helm von Felipe Masse hat die gleiche Größe der Helm, mit dem Michael Schumacher in der Formel 1 unterwegs war.

Ausgenknockt mit der Kraft von zwei Klitschkos

Der Helm von Felipe Massa wiegt nur gut 1380 Gramm und kostet ungefähr 12.000 Euro.

"Die Grundentwicklung dieses Helmes geht auf Michael Schumacher zurück, der die Entwicklung von Kohlefaserhelmen sehr gepuscht hat", sagt Oliver Schimpf, bei Schuberth verantwortlich für das Formel-1-Programm. Das Helmgehäuse ist so stabil, dass man an den Seiten zwei jeweils 1,5 Tonnen schwere Kleinwagen aufhängen könnte. Die Außenschale von Felipe Massas Helm hat während des Unfalls, bei dem er bei Tempo 240 von einer rund 800 Gramm schweren Stahlfeder getroffen wurde, den Großteil der Energie abgebaut und dem Brasilianer damit wahrscheinlich das Leben gerettet. Die Wirkung auf den Kopf war nur noch etwa doppelt so hoch wie ein Treffer von Boxweltmeister Wladimir Klitschko (33). Genug um Massa auszuknocken, aber nicht um ihn zu töten.

Die Bilder vom Großen Preis von Ungarn

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Felipe Massa

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