Väth CV25 CGI: Kurztest

Väth CV25 CGI Väth CV25 CGI

Väth CV25 CGI: Kurztest

— 24.01.2011

Fast perfekte Illusion

Was aussieht wie ein getunter C 63 AMG, hat lediglich vier Zylinder unter der Haube: Der Väth C V25 CGI macht auf dicke Hose, verfügt aber über gerade mal 255 PS. Die, ehrlich gesagt, sogar genügen.

C ist nicht gleich C. Das stellt fest, wer die AMG-Ausführung der Baureihe betrachtet. Das Topmodell verfügt nicht nur über eine andere Frontschürze, sondern auch über neue Kotflügel. Damit einher gehen mehr Außenlänge und eine breitere Spur. Veredler Väth schrecken die Differenzen nicht – er baut einen C 250 CGI um.

Karosserie/Qualität

AMG-Teile allein sind dem fränkischen Tuner nicht genug; er stattet das Auto zudem mit Anbauteilen aus Karbon aus. Frontlippe und Diffusor sehen hochwertig aus. Lediglich bei der Motorhaube könnte man die Passgenauigkeit bekritteln.

Fahrleistungen

Der Vierzylinder klingt gar nicht übel, knurrt bisweilen sogar richtig kernig.

Das Tuningauto tut sich gegenüber der Basis schwer – was nicht zuletzt an 80 Kilogramm Mehrgewicht liegt: Die 7,4 Sekunden, die ein normaler C 250 CGI bis 100 km/h benötigt, kontert Väth mit 7,2 Sekunden. Ein bescheidener Vorsprung – weswegen wir dem Tuner erlauben, das Auto auf die 18 Kilogramm leichteren Serienräder in 18 Zoll umzurüsten. Wirkliche Verbesserungen sind durch diese Maßnahme aber nur in höheren Geschwindigkeitsbereichen zu verzeichnen: Bis 200 km/h benötigt das Auto jetzt 30,9 Sekunden. Dem stehen 32,1 Sekunden des Serien- und 32,2 Sekunden des 20-Zoll-Tuningautos gegenüber. Auch das Maximaltempo optimieren die kleineren Räder: Wir messen 242 km/h. Auf 20-Zöllern rennt das Auto nur 235 km/h – 5 km/h weniger als Serie. Ganz ohne Fehl und Tadel: die sensationelle Sportbremse, bei der sich Väth ebenfalls aus dem AMG-Regal bedient. Die packt so eisern zu, dass einem Hören und Sehen vergeht.

Fahrfreude/Antrieb

Wer Büffelantritt und Gänsehautsound eines C 63 AMG erwartet, wird enttäuscht. Jenseits von derlei Erwartungshaltung steht jedoch ein positives Fazit. Die per Zusatzsteuergerät generierten 255 Gesamt-PS lassen sich nicht lumpen. Das erfreulich kräftig klingende Turboaggregat gibt alles – mickrigen 1,8 Litern Hubraum und träger Automatik zum Trotz.

Fahrwerk/Komfort

Frontlippe und Diffusor sehen hochwertig aus. Bei der Motorhaube könnte man die Passgenauigkeit bekritteln.

Deutlich mehr Licht als Schatten: Die fetten Pneus haben Grip ohne Ende, die Seitenneigung fällt minimal, der Geradeauslauf super aus. Dass die Hinterräder bei deftigen Schlaglöchern kurz im Radhaus anklopfen, sehen wir nach.

Preis/Kosten

Zwar gibt es für den Gesamtpreis des Väth C V25 einen echten C 63 AMG – sogar als Performance Plus. Rechnet man alle zusätzlichen Tuningmaßnahmen heraus, kommt der Umbau aber gar nicht mehr so teuer. Löblich: nur 0,4 Liter Mehrverbrauch gegenüber dem Serienfahrzeug (9,8 statt 9,4 Liter).

Autor: Ben Arnold

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