Vergleich Golf GTI gegen R32 — 26.01.2007
Kompakt-Knaller
Bei den Kompakten hat VW mit Golf GTI und R32 zwei heiße Eisen im Feuer. Wer sich zwischen beiden entscheidet, hat nicht nur die Wahl zwischen 200 oder 250 PS – sondern auch zwischen Kult oder Kraft.
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All das bietet aber auch der R32. Darüber hinaus arbeitet hier eine Klimaautomatik statt Klimaanlage, der Doppelauspuff sitzt mittig, die Leichtmetallräder sind in 18-Zoll und Xenon-Licht ist ebenso serienmäßig (GTI: 1060 Euro) wie eine Alarmanlage (GTI: 255 Euro). Der Rest der 7925 Euro Preisdifferenz liegt unter dem verzinkten Blech versteckt: Allrad statt Frontantrieb, ein 3,2-Liter-Sechszylinder mit 250 PS gegen Zweiliter-TFSI mit 200 PS. Außerdem besitzt der R32 bei gleicher Bremsanlage etwas größere Scheiben, was angesichts von 200 Kilo Mehrgewicht im Alltag und auf der Rennstrecke jedoch keinen Vorteil bringt. Grundsätzlich harmonieren Fahrwerk, Lenkung und Bremse bei beiden Kontrahenten perfekt. Trotzdem hat der GTI wegen des geringeren Gewichts beim Handling die Nase vorn. Er ist noch agiler als der R32, unterstützt Kurven mit leichtem Lastwechselübersteuern.Der seidenweiche Turbo besticht zudem mit extrem direktem Ansprechverhalten und optimalem Drehmomentverlauf – trotz 50 PS weniger hält der GTI bei der Elastizitätswertung so locker Schritt. Nur bei der Beschleunigung und der Top-Speed kann sich der R32 absetzen. Leider ebenso im Verbrauch, wo der Stärkere auch den größeren Durst an den Tag legt: mit 11,4 zu 8,8 Litern Super Plus. Dafür gewinnt der R32 die Soundwertung souverän – der V6-Motor betört mit derart kernigem Klang, dass man das Fenster auch bei Minusgraden nicht schließen möchte. Apropos, im Winter hat der Allrad-R32 natürlich auch Vorteile.
Fazit von AUTO BILD SPORTSCARS-Redakteur Ingo Roersch
Der R32 überzeugt mit starken Fahrleistungen, guter Ausstattung und – dank Allrad – mit narrensicherem Fahrverhalten. Seine Schwächen: hohes Gewicht, hoher Verbrauch und hoher Preis. Deshalb gewinnt der GTI das interne Duell. Er bietet auf trockener Piste mehr Fahrspaß für weniger Geld. Das Ersparte sollte man lieber beim Tuner für 40 bis 70 Mehr-PS anlegen.| Technische Daten | Golf GTI | Golf R32 |
| Motor | R4, Turbolader | V6 |
| Einbaulage | vorn quer | vorn quer |
| Ventile/Nockenwellen | 4 pro Zylinder/2 | 4 pro Zylinder/2 |
| Hubraum | 1984 cm³ | 3189 cm³ |
| kW (PS) bei 1/min | 147 (200)/5100 | 184 (250)/6300 |
| Literleistung | 101 PS/Liter | 78 PS/Liter |
| Nm bei 1/min | 280/1800 | 320/2500 |
| Antriebsart | Frontantrieb | Allradantrieb |
| Getriebe | 6-Gang | 6-Gang |
| Bremsen vorn/hinten | innenbel. (312 mm) | innenbel. (345 mm) |
| Reifen vorn/hinten | 225/45 R 17 | 225/40 ZR 18 |
| Länge/Breite/Höhe | 4216/1759/1466 mm | 4246/1759/1479 mm |
| Radstand | 2578 mm | 2578 mm |
| Leergewicht/Zuladung | 1395/465 kg | 1600/480 kg |
| Leistungsgewicht | 7,0 kg/PS | 6,4 kg/PS |
| Tankinhalt | 55l | 60l |
| Testverbrauch Ø auf 100 km | 8,8l Super Plus | 11,4l Super Plus |
| Beschleunigung von 0–100/0–200 km/h | 7,3/33,9s | 6,3/26,2s |
| Elastizität von 60–100 km/h im 4. Gang | 5,2s | 5,1s |
| Elastizität von 80–120 km/h im 5./6. Gang | 7,2/8,9s | 7,2/8,9s |
| Bremsweg von 100–0 km/h kalt/warm | 37,4/37,9m | 36,0/36,3m |
| Höchstgeschwindigkeit | 235 km/h | 250 km/h |
| Serienfahrzeug ohne Extras | 25.415 Euro | 33.340 Euro |

































