Steckt beim Elektroauto die Batterie bald in statt unter der Haube? Volvo hat in dreieinhalb Jahren Forschungsarbeit mit anderen Firmen und Instituten ein neues Konzept zur Energiespeicherung entwickelt. Herausgekommen ist ein neuartiges Material, das irgendwann schwere und sperrige Akkus, aber auch Karosserieteile ersetzen könnte.
Prototyp auf Basis eines Volvo S80
Beim Testfahrzeug, einem Volvo S80 Prototyp, wurde die Motorhaube und die Kofferraumklappe durch das neue Nano-Material ersetzt.
Der neue Energiespeicher besteht aus Kohlefaser, Nanostruktur-Batterien und integrierten Super-Kondensatoren. Laut Volvo hat er gleich mehrere Vorteile: 1. Er ist leistungsfähig und leicht. Dadurch bleibt die Speicherkapazität gegenüber einer Lithium-Ionen-Batterie gleich und das Gesamtgewicht des Fahrzeugs sinkt. 2. Er ist biegsam und stabil zugleich. Dadurch kann er in die Karosserie integriert werden oder sogar Teile wie Radhäuser, Motorhaube oder Kofferraumklappe ersetzen. So geschehen beim Testobjekt, einem Prototyp eines Volvo S80. 3. Er kann durch Bremsrückgewinnung und an einer externen Stromquelle aufgeladen werden.Nach Angaben von Volvo könnte ein Elektroauto oder Hybridfahrzeug um bis zu 15 Prozent leichter werden, wenn Türen, Dach und Motorhaube aus dem Nanomaterial gebaut werden würden. Zu Kosten und einer möglichen Serienreife machte Volvo noch keine Angaben.