VW ID.3: TÜV-Report 2026
Wie gut kommt der ID.3 durch den TÜV?

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Als reines E-Auto entwickelt, leistete der ID.3 Pionierarbeit für VW. Bei der HU treten kaum ernsthafte Schwachstellen zutage. Nur die Fußbremse zickt etwas öfter als nötig.
Bild: Roman Raetzke / AUTO BILD
Worauf Gebrauchtwagenkäufer beim VW ID.3 achten sollten: die wichtigsten Infos aus dem aktuellen TÜV-Report!
VW ID.3
- Bauzeit: 2020 bis heute
- Motoren: 145 PS (Pro) bis 326 PS (GTX Performance)
- Preis: ab 15.000 Euro

Leicht veränderte Front: So sieht der ID.3 seit dem Facelift von 2023 aus.
Bild: Thomas Starck / AUTO BILD
Das ist er: Der ID.3 war 2020 das erste Modell auf VWs modularem Elektrobaukasten (MEB) – und ist sozusagen der Golf 1 des Elektrozeitalters. Mit 4,26 m Länge ähnlich kompakt wie sein Verbrennerbruder Golf 8, aber rund zehn Zentimeter höher (1,56 m). Das beschert dem ID.3 ein familientaugliches Raumangebot. Dank Motor und Antrieb hinten, einer gelungenen Fahrwerksabstimmung sowie tiefem Schwerpunkt mit Akku im Boden gibt es sogar etwas Fahrspaß. Leistungsspektrum (145 bis 326 PS) und Akkugrößen (45 bis 77 kWh) sind breit gefächert. Ein Facelift im Jahr 2023 brachte aerodynamischen Feinschliff, einen aufgewerteten Innenraum und eine kräftige GTX-Version als GTI-Pendant.
Das kann er: Viele Herausforderungen des Alltags bewältigen. Die Qualitätsanmutung geriet schlechter als beispielsweise die eines geschliffenen Golf 7, was dem Nutzwert aber keinen Abbruch tut. Durchwachsen ist das radikal neue Bedienkonzept mit stark reduzierten physischen Schaltern und unbeleuchteten Slidern unter dem Zentraldisplay. Zum Facelift gab es zahlreiche Softwareverbesserungen, um die VW-Stammkunden zu besänftigen, dazu Plug & Charge-Fähigkeit für mehr Ladekomfort sowie eine Vorbereitung für bidirektionales Laden.
Das macht Ärger: Vor allem frühe Exemplare leiden unter mäßiger Verarbeitungs- und Materialqualität. Zahlreiche Softwareprobleme sorgten für Störungen und/oder Ausfall der Fahrzeugsoftware; VW besserte mit Updates nach. Beim KBA hinterlegte Rückrufe: eine fehlende Lagerbuchse in der Lenkung (2021), fehlerhaft verschraubter Beifahrerairbag (2023), drohendes Bremsversagen (2024).
Das TÜV-Urteil
Fahrwerk
Geht es um die Lenkung, Achsfedern und Dämpfung, die Antriebswellen oder Rost, steht der ID.3 über alle Baujahre hinweg mit lupenreiner Weste da – keine Beanstandungen. Unterdurchschnittlich oft werden die Achsaufhängungen bemängelt.
Licht
Komplett ohne Mängelbefund bleibt die vordere Beleuchtung, alle anderen Bereiche der Lichtanlage fallen weniger oft negativ auf als im Mittel.
Bremsen
Bremsleitungen und -schläuche bleiben absolut makellos, die Funktion der Feststellbremse und die Bremsscheiben liefern ein annähernd perfektes Bild. Bei der Funktion der Fußbremse schwächelt der ID.3 merklich mit einer 2,5-fach erhöhten Mängelquote in beiden Altersklassen.
Umwelt
Hier leuchtet in allen Unterkapiteln die grüne Null, was bei einem E-Auto in diesem zarten Alter kaum überrascht.
Mängeleinteilung*
Alter | Ø Laufleistung in km | ohne Mängel | geringe Mängel | erhebliche Mängel | verkehrsunsicher |
|---|---|---|---|---|---|
2-3 Jahre | 35.000 (Ø 45.000) | 91,1 (Ø 89,4) | 3,4 (Ø 4,0) | 5,5 (Ø 6,5) | 0,0 (Ø 0,0) |
4-5 Jahre | 44.000 (Ø 65.000) | 91,2 (Ø 84,7) | 3,2 (Ø 5,3) | 5,5 (Ø 10,0) | 0,0 (Ø 0,0) |
Fazit
91,2 Prozent der vier- bis fünfjährigen ID.3 kommen komplett mängelfrei durch die HU – weit mehr als im Schnitt. Die niedrigen Mängelquoten deuten darauf hin, dass es gut bestellt ist um die Haltbarkeit des kleinen Stromers – aber auch Folge seiner geringen Laufleistung: ID.3 fahren 22 bis 32 Prozent weniger als der Durchschnittsproband. Allerdings schneiden andere E-Autos mit ähnlichen oder niedrigeren Kilometerständen deutlich schlechter ab.
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