Für drei Euro gibt's in der Stammpinte ein Pils, im Stadion eine Bratwurst, beim Italiener drei Kugeln Eis – oder ein Teil, das Ihr Leben retten kann. Schon mal über eine Warnweste nachgedacht? Sollten Sie dringend tun. Auch Pkw-Fahrer müssen bald eine Warnweste im Wagen dabei haben. Eine entsprechende Verordnungsänderung beschloss der Bundesrat am 5. Juli 2013.Wann kommt die Warnwestenpflicht in Deutschland? Voraussichtlich ab 1. Juli 2014. Eine Pflicht gibt es schon für Fahrer gewerblich genutzter Fahrzeuge.
Wie muss die Weste aussehen? Für Warnwesten gilt die Europäische Norm 471 (EN 471). Das heißt: Nur die Farben Gelb, Orange oder Rot-orange sind erlaubt. Zwei reflektierende Streifen im unteren Bereich von Vorder- und Rückseite sind vorgeschrieben.
Wie erkenne ich, dass die Weste der Norm entspricht? Auf dem Wäscheschild, das in die Weste eingenäht ist, steht EN 471.
Wo bewahre ich die Weste am besten auf? Immer griffbereit im Auto. Zum Beispiel unter einem der Vordersitze oder im Seitenfach der Tür. Beim Aussteigen aus dem Auto sollten Sie die Weste bereits tragen. Muss die Warnweste besonders gepflegt werden? Nein. Um ihre Funktion nicht einzuschränken, sollten Sie die Weste vor direktem Sonnenlicht und Feuchtigkeit schützen, nach Gebrauch zurück in die Verpackung stecken. Übrigens: Eine schmutzige Weste lässt sich bei 30 Grad in der Maschine waschen.
Wie trage ich die Weste richtig? Sie sollte möglichst glatt am Körper sitzen. Das bedeutet: die Klettbänder immer geschlossen halten. Nur so ist garantiert, dass tagsüber die farbigen Flächen im Sonnenlicht besonders hell erscheinen und dass nachts die Reflexstreifen das Licht der Scheinwerfer zurückwerfen.
Was gilt bei Fahrten ins Ausland? In vielen europäischen Ländern gibt es eine Warnwestenpflicht. Oft muss nicht nur der Fahrer eine tragen, sondern jeder Insasse, bei Missachtung drohen saftige Bußgelder. Wir empfehlen: im Urlaub eine Weste für alle Passagiere.

Fazit

Rein mit der Warnweste in jedes Auto, und am besten gleich für jeden Insassen. Denn nur wer ge­sehen wird, wird nicht überfahren. Und für rund drei Euro ist die­ser Lebensretter ein Schnäppchen.