Weber Faster One

Weber Faster One Weber Faster One

Weber Faster One

— 03.05.2008

Nicht schön, sondern schnell

Harte Zeiten für Bugatti-Fans: Der Schweizer Sportwagenbauer Weber schickt mit dem "Faster One" einen Supersportler auf die Piste, der auf dem Papier über 420 km/h schnell ist. Preisvorstellung: gut eine Million Euro.

Als Spezialist für Präzisionswerkzeuge passt die Roman Weber GmbH durchaus in das Bild, das man als Nicht-Eidgenosse von der Schweiz und ihren Tüftlern im Kopf hat. Die Realität sieht freilich ein wenig anders aus. Firmenchef Roman Weber baut nämlich in Tobel im Kanton Thurgau nicht nur chirurgische Instrumente und Extrudierwerkzeuge, sondern mit dem Weber "Faster One" auch ein Präzisionsteil, das den Bugatti-Fans weltweit das Blut in den Adern gefrieren lassen wird. Denn der Weber-Renner ist schnell. Sauschnell, um genau zu sein. Mehr als 420 km/h verspricht Weber Sportcars in einer ersten Pressemitteilung. Veyron-Fahrer sind mit maximal 407 Sachen unterwegs. Einziger Trost für Bugatti-Kunden: Optisch ist der Weber alles andere als ein Leckerbissen. Und ein Schnäppchen schon gar nicht: 1.620.000 Schweizer Franken werden für den "Faster One" fällig. Das sind gut 1,01 Millionen Euro. Exklusive Mehrwertsteuer, versteht sich.

Zwei Turbolader quetschen 1050 Newtonmeter aus 7,1 Liter Hubraum

Schneller als ein Bugatti Veyron, aber so spartanisch eingerichtet wie ein Trabi.

Die automobile Gegenleistung für die Millionen-Überweisung kann sich allerdings sehen lassen. Das Herz des "Faster One" (F1) ist ein brutalstmöglich aufgebohrter 7,1-Liter-V8, der einst für die Corvette entwickelt wurde. Nicht gerade ein Hightech-Aggregat. Dafür aber mit reichlich Leistungsreserven. Und die wurden von der Weber-Truppe optimal ausgeschöpft. Zwei Turbolader quetschen 900 PS und beeindruckende 1050 Newtonmeter Drehmoment aus dem Amerika-Achter. Verwaltet wird die Urgewalt von einem selbst entwickelten, sequenziellen Sechsgang-Getriebe, das die Kraft an einen ebensfalls selbst konzipierten, elektronisch geregelten Allradantrieb weiterreicht. In Kombination mit dem geringen Gesamtgewicht von gut 900 Kilo werden daraus beinahe überirdische Fahrleistungen. 16,2 Sekunden braucht der Gebirgsjäger laut Weber, um auf 300 km/h zu beschleunigen. Zum Vergleich: Ein 80-PS-Golf gönnt sich gut 14 Sekunden bis zur 100er-Marke. Angst vor Umweltzonen müssen F1-Fahrer dennoch nicht zu haben. Trotz des Extrem-Tunings schafft der Weber die Euro IV-Norm und dürfte sich damit eine grüne Plakette an die Scheibe kleben. Wann die ersten "Faster One" vom Werksgelände rollen werden, steht noch nicht fest. Sicher ist lediglich, dass sich Veyron-Fahrer weltweit diesen Tag im Kalender markieren werden.

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