Der Fahrradhelm gehört für Radfahrer zur Pflichtausrüstung – er schützt den Kopf im Falle eines Sturzes und kann schwere Verletzungen verhindern. Aktuelle Modelle sind mit Licht und Beleuchtung ausgestattet und sorgen für Sicherheit im Straßenverkehr. BIKE BILD hat 11 Helme mit Licht getestet.
BIKE BILD hat mit großem Aufwand 11 aktuelle Fahrradhelme mit Licht getestet, darunter auch 3 Smart-Helme mit Funktionen wie Freisprechen und Radio. Das günstigste Modell startet bei 50 Euro, für ausgeklügelte Smart-Helme sind bis zu 250 Euro fällig. Den Testsieg konnten sich die Leuchthelme Ked Mitro (159 Euro) und Cratoni Commuter (169 Euro) ergattern. Für das besonders gute Preis-Leistungs-Verhältnis haben wir den Endura Luminite II (84 Euro) ausgezeichnet. Das Rennen bei den Smart-Helmen machte das Modell Livall BH51M Neo (170 Euro).
Die Argumente, die gegen das Tragen eines Fahrradhelms sprechen, werden immer weniger stichhaltig: Der Kopfschutz ist unbequem? Meine Frisur wird ruiniert? Mit Kopfschale sehe ich bescheuert aus? Da waren Sie wohl lange nicht mehr in einem Fahrradgeschäft, denn die Helme von heute sehen richtig gut aus und sind dank LED-Rücklichter an der Rückseite eines Fahrradhelms zu einem wichtigen Sicherheitsfaktor im Straßenverkehr geworden.
8 Fahrradhelme mit Licht im Test – Wertungen im Detail
8 Fahrradhelme mit Licht im Test – Wertungen im Detail
AGU Cit-E IV Led: Rot-gelbe Laterne
Alpina Haga Led: Dunkler Ritter
Cratoni Commuter: Pendler-König
Endura Luminite II: Grüner Sportler
Giro Bexly: SCHWERGEWICHT
Ked Mitro: Schwarzer Champion
Lazer Urbanize: Weißer Visior
Uvex Finale Light 2.0: Farbmacher
Beleuchtung
3/5
3,5/5
4/5
4/5
4,5/5
4,5/5
4/5
4,5/5
Gewicht
4/5
4,5/5
3,5/5
5/5
0,5/5
4/5
3,5/5
3/5
Ausstattung
1,5/5
3/5
5/5
3,5/5
3,5/5
3/5
4,5/5
4,5/5
Design
3,5/5
3,5/5
4/5
3,5/5
4,5/5
5/5
3,5/5
4/5
Summe (Punkte)
12
13
16,5
16
13
16,5
15,5
16
Mittelwert (Punkte)
3
3,25
4,15
4
3,25
4,15
3,25
4
Note
befriedigend
gut
sehr gut
(Testsieger)
gut
(Preis-Leistungs-Sieger)
gut
sehr gut
(Testsieger)
gut
gut
Fazit
Solider Helm mit guter Passform, aber mäßiger Ausstattung. Das Rücklicht ist im Dunklen gut erkennbar – wünschenswert wäre ein Akku statt Knopfbatterie.
Am Tag dezent, bei Nacht rundum beleuchtet, so fährt man mit dem Alpina Haga. Der Hersteller sorgt für das richtige Ambiente bei Dunkelheit, leider etwas schwächlich.
Cratonis Pendlerhelm steckt voll cleverer Features und ist dennoch nicht sehr schwer. Das Rücklicht passt zum modernen City-Look und lässt sich leicht bedienen
Von Endura kommt ein praktischer, gut sichtbarer Stadthelm zum fairen Preisolider Helm mit guter Passform, aber mäßiger Ausstattung. Das Rücklicht ist simpel, aber erfüllt seinen Zweck im Straßenverkehr.
Sehr gut: Das Visier verschwindet bei Nicht-Bedarf komplett hinter der Vorderseite des Helms. Allerdings ist der Helm sehr schwer, auch wenn er sich komfortabel tragen lässt. Die gesamte Rückseite leuchtet, das erhöht jedoch auch wieder das Gewicht.
Cool! Ked holt mit dem Mitro die maximale Design-Punktzahl der BIKE-BILD-Redaktion. Science-Fiction-Fans erinnert das Licht an KITT aus Knight Rider oder böse Zylonen-Roboter.
Die Passform das Urbanize fällt etwas rundlich aus, vor dem Kauf unbedingt anprobieren. Zum Aufladen via USB-Kabel muss man das LED-Licht herausnehmen.
Rundum-Beleuchtung und reflektierende Riemen sorgen für viel Sichtbarkeit. Meckern auf hohem Niveau: Für fünf Sterne dürfte das Licht hinten noch etwas stärker sein.
3 Smarthelme mit Licht im Test – Wertungen im Detail
3 Smarthelme mit Licht im Test – Wertungen im Detail
Livall BH51M Neo: Die Leuchte
Lumos Matrix: Der Vernetzte
Sena R1 Evo: Der Sportler
Smart-Funktionen
4/5
2/5
3/5
Beleuchtung
4,5/5
5/5
3/5
Gewicht
3/5
1,5/5
3,5/5
Ausstattung
0,5/5
2/5
2/5
Design
4,5/5
3,5/5
4,5/5
Summe (Punkte)
16,5
14
16
Mittelwert (Punkte)
3,3
2,8
3,2
Note
gut
(Testsieger)
befriedigend
gut
Fazit
So stellen wir uns einen modernen Smarthelm vor! Die vielen Funktionen haben uns begeistert. In Sachen Ausstattung hat der Newcomer im Vergleich zur etablierten Konkurrenz das Nachsehen. Mit dem hellen und großflächigen Rücklicht wird man von allen Seiten gut gesehen.
Fans werden es lieben, eigene Botschaften auf dem Matrix-Display programmieren zu können! Die Beleuchtung ist nicht nur innovativ, sondern überzeugt auch durch extrem hohe Sichtbarkeit. Soviel Technik treibt das Gewicht hoch – auf 603 Gramm.
Größter Pluspunkt ist das technisch sehr ausgereifte Headset. Mit der Smartphone-App (Apple) hatten wir indes Probleme – der Helm und das Endgerät wollten nicht so recht zueinander finden.Das Rücklicht könnte gern etwas größer und stärker sein.
BIKE BILD beim Testen. Die LED-Rücklichter an der Rückseite eines Fahrradhelms sind ein guter Sicherheitsfaktor. Sie sind leicht zu bedienen und (fast immer) via USB aufladbar.
Bild: Daniel Geiger
So haben wir die Leuchthelme getestet
Für das Plus an Sicherheit sorgt insbesondere aktive Sichtbarkeit, LED-Rücklichter. Deswegen haben wir den Punkt Beleuchtung in unserem Test. Entscheidend ist dabei nicht nur, wie hell das rote Licht strahlt, sondern auch, ob es von der Seite gesehen wird, ob es weit genug oben angebracht ist (um nicht von der Kapuze verdeckt zu werden) und wie leicht es sich an- und ausschalten lässt. Reflektierende Elemente, Visiere, Belüftungsöffnungen oder ein kleiner Schirm über den Augen: Die Ausstattung eines Helms kann im Alltag entscheidend sein. Dabei haben wir auch auf Kleinigkeiten geachtet, wie leicht zu bedienende Kinnverschlüsse (wichtig im Falle eines Unfalls), besonders weiches Innenmaterial oder ein höhen- und weitenverstellbarer Halteriemen im Nacken.
Nicht unwesentlich ist auch der Punkt Gewicht, die Bandbreite reicht hier von unter 300 bis über 700 Gramm pro Helm. Hartschalenkonstruktionen, eingebaute Visiere, aber auch eingebaute Elektronik treiben das Gewicht nach oben. Seien Sie sich darüber im Klaren, dass mehr Features auch mehr Gewicht bedeuten, das auf Ihrem Nacken lastet. Die Passform haben wir bewusst nicht bewertet, dieser Punkt ist zu individuell. Darum, probieren Sie im Fahrradgeschäft so viele Helme wie möglich. Lassen Sie sich beim Einstellen von Kinnriemen und Nackenrädchen helfen, damit der Kopfschutz optimal sitzt. Erst wenn die Schale nirgendwo drückt und auch beim Blick in den Spiegel überzeugt, haben Sie das richtige Modell gefunden.
Darüber hinaus haben wir drei Smarthelme untersucht, die nicht nur leuchten können, sondern auch weitere Digitalfunktionen wie Musik und Telefonie bereithalten. Bei diesen Modellen haben wir Punkte für die Smart-Funktionen vergeben.
Die Noten ergeben sich wie folgt:
● Leuchthelme: 20–16,5 = sehr gut 16–12,5 = gut 12–8,5 = befriedigend 8–4,5 = ausreichend 4–0 = mangelhaft
● Smarthelme: 25-20,5 = sehr gut 20–15,5 = gut 15–10,5 = befriedigend 10–5,5 = ausreichend 5–0 = mangelhaft
● Preis-Leistungs-Sieger wird, wer wenigstens „gut“ abschneidet und den niedrigsten Preis pro Stern erzielt.
Das müssen Sie über Fahrradhelme mit Licht wissen:
Reflektierende Elemente, Visiere, Belüftungsöffnungen oder ein kleiner Schirm über den Augen: Die Ausstattung eines Helms kann im Alltag entscheidend sein. Dabei haben wir auch auf Kleinigkeiten geachtet, wie leicht zu bedienende Kinnverschlüsse (wichtig im Falle eines Unfalls), besonders weiches Innenmaterial oder ein höhen und weitenverstellbarer Halteriemen im Nacken.
Vorteile und Nachteile gegenüber herkömmlichen Fahrradhelmen
Vorteile ● Bessere Sichtbarkeit bei Dunkelheit ● Mehr Sicherheit im Straßenverkehr ● Unkompliziertes Aufladen via Mikro-USB-Kabel ● Leuchthelme schützen den Kopf so gut wie normale Fahrradhelme ● Einige Modelle und Smarthelme haben Zusatznutzen wie Headsets und Blinker ● Oft verschiedene Leuchtmodi wie Blinken oder Dauerleuchten verfügbar
Nachteile ● Das LED-Licht muss regelmäßig aufgeladen werden ● Fahrradhelme mit Rücklicht sind etwas schwerer als normale Fahrradhelme ● Rotes Helmlicht ersetzt kein Rücklicht am Fahrrad, ist im Straßenverkehr aber zulässig
Passform und Tragekomfort von Leuchthelmen
Der Punkt Passform ist sehr individuell. Darum, probieren Sie im Fahrradgeschäft so viele Helme wie möglich. Lassen Sie sich beim Einstellen von Kinnriemen und Nackenrädchen helfen, damit der Kopfschutz optimal sitzt. Erst wenn die Schale nirgendwo drückt und auch beim Blick in den Spiegel überzeugt, haben Sie das richtige Modell gefunden. Aus technischer Sicht gibt es bei Fahrradhelmen mit Rücklicht bei Damen- und Herrenmodellen keine Unterschiede, lediglich bei den Punkten Passform und Design.
So stellen Sie den Leuchthelm richtig ein
Jana Krauter vom Helmspezialisten Cratoni erklärt: „Am wichtigsten ist, dass die richtige Größe ausgewählt wurde und der Helm nirgends drückt. Der Helm sollte eine waagerechte Position auf dem Kopf einnehmen. Hilfreich ist hierbei ein kleiner Trick, zwischen Augenbraunen und Helmunterkante sollten zwei Finger Platz haben. Danach muss das Gurtband einmalig auf den Kopf individuell angepasst werden, indem man die Gurtverteiler unter den Ohren positioniert und nur noch zwei Finger zwischen Kinn und Gurtschloss passen. Zuallerletzt sollte das Größenverstellsystem am Hinterkopf eingestellt werden, dass ein angenehmer, fester Halt gegeben ist. Die Optik sollte dem richtigen Sitz und dem Komfort immer nachstehen.“
Akkuleistung und Aufladen von Leuchthelmen
Die meisten Fahrradhelme mit Rücklicht werden über den Standard Mikro-USB aufgeladen. Von Modell zu Modell unterschiedlich ist die Akkuleistung, sie kann je nach Größe des Energiespeichers zwischen 3 und 9 Stunden liegen. Einige Hersteller speisen die Rücklichter ihrer Fahrradhelme auch mit Knopfbatterien. Die Laufzeit verlängert sich somit deutlich, allerdings ist der Batteriewechsel aufwändiger.
Kann eine LED am Helm nachgerüstet werden?
Manche Hersteller von Fahrradhelmen bieten LED-Lichter zum Nachrüsten an. Voraussetzung ist, dass ihr Cityhelm, Rennradhelm oder Mountainbikehelm kompatibel ist. Zu den Herstellern die LED-Lichter für bestimmte Modelle anbieten gehören Uvex, Alpina und Met.
Diese Funktionen bieten Smarthelme Radfahrern
Musik hören und Fahrrad fahren? Das geht, ohne dass man seine Ohren komplett gegen nervige, aber sicherheitsrelevante Verkehrsgeräusche abschirmt. Smarthelme mit integriertem Headset machen das möglich. Dank Bluetooth-Standard können sie problemlos mit allen üblichen SmartphoneModellen gekoppelt werden. Unser Test des noch recht kleinen Smarthelm-Angebots in Deutschland zeigt, die Technik funktioniert immer besser.
Smartphone-Apps für Fahrradhelme
Wer die passende App des entsprechenden Herstellers herunterlädt, erhält Zugriff auf die gesamte Funktionsvielfalt. Livall, im Test mit dem Livall BH51M Neo, setzt seinen Fokus auf Sportfunktionen und verbindet das Smartphone nebst Helm mit Herzfrequenzgurt, Trittfrequenzmesser und Bedieneinheit. Apropos: Diese mitgelieferte Steuereinheit für den Lenker steuert nicht nur Musik und Anrufe, sondern setzt auch einen Blinker an der Rückseite des Helms – cool und nützlich!
Auch der Lumos Matrix verfügt über eine Steuerung und die Blinkfunktion. Das Matrix-Display zeigt jedoch nicht nur die Abbiegeabsicht an, die LED-Fläche lässt sich sogar mit eigenen Botschaften beschriften. In der Kombination mit dem fetten Frontlicht wird man so wohl kaum übersehen. Kommunikationsfunktionen bietet der Lumos hingegen nicht.
Der Sena R1 geht mehr in Richtung klassischer Fahrradhelm. Unter der Schale steckt indes nicht weniger Technik, hier liegt der Schwerpunkt auf einem hochwertigen Headset, der R1 lässt sich zudem wie ein Walkie-Talkie verwenden, um mit anderen Sena-Fahrern zu sprechen.
Smarthelme bieten folgende Funktionen:
● Rücklicht mit verschiedenen Leucht- und Blinkmodi ● Frontlicht ● Headset für Musikwiedergabe ● Telefonie ● Radio ● Blinker zum Abbiegen ● Intercom ● App-Verbindung via Bluetooth für Sportfunktionen und Streckenaufzeichnung
Prüfsiegel: Woran erkenne ich sichere Helme?
Stephan Kaiser vom Helmhersteller Alpina erklärt, wie Sie erkennen, ob ihr Fahrradhelm sicher ist: „Auf der Verpackung, wie auch auf einem Label innerhalb des Helmes, sind vom Hersteller zwei erfüllte Normen anzugeben: Erstens das CE-Zeichen, das bedeutet, das Produkt entspricht allen geltenden EU-Vorschriften. Und zweitens die erfüllte Norm für Fahrradhelme, EN1078. Online sollten diese Angaben ebenfalls auf der Händlerseite angegeben werden. Die Prüfung erfolgt so realitätsnah wie möglich. Dabei werden die Helme unter verschiedenen Kälte- und Wärmekonditionen getestet. Es wird ein Aufprall aus einer Höhe von circa 1,50 Meter auf einen flachen Untergrund und aus ungefähr 1,05 Meter auf einen Stahlsockel, der einen Bordstein nachbildet, simuliert. Dabei darf der Helm zu keiner Zeit vom Kopf rutschen, in diesem Verfahren wird auch die Zugkraft der Gurtbänder getestet.“
Wie lange ist ein Fahrradhelm haltbar?
Ein Fahrradhelm mit Rücklicht und ohne hält leider nicht ewig. UV-Strahlung, Temperaturschwankungen und Regenwasser setzen dem Hartschaum zu, sodass für die Schutzwirkung nicht ewig lange garantiert werden kann. Vielfahrer sollten darum alle drei bis fünf Jahre einen neuen Kopfschutz anschaffen, Gelegenheitsfahrer nach fünf bis acht Jahren.
Welche Hersteller bieten Fahrradhelme mit Licht an?
Folgende Hersteller haben an unserem Test von Fahrradhelmen mit Rücklicht teilgenommen: AGU, Alpina, Cratoni, Endura, Giro, Ked, Lazer, Uvex. Weitere Qualitätshersteller von Fahrradhelmen mit Licht sind: Abus, Met, Nutcase, Cube.
Die wichtigsten Hersteller von Smart-Fahrradhelmen mit Rücklicht sind:
Für Kinderhelme gelten im Wesentlichen die gleichen Faktoren wie für Erwachsenenmodelle: Der Fahrradhelm muss in erster Linie gut passen und über ein Prüfsiegel verfügen. Letzteres können Sie bei allen deutschen Qualitätsherstellern erwarten, Vorsicht vor billigen Modellen von ausländischen Internetplattformen! Darüber hinaus sollten Sie Ihrem Kind beibringen, den Helm korrekt aufzusetzen. Der Kopfschutz sollte an der Stirn anliegen, fest sitzen und nicht zu einer Seite kippen. Andernfalls ist die Schutzwirkung bei einem Sturz nicht garantiert.
Wo können Leuchthelme gekauft werden?
Fahrradhelme mit und ohne Licht erhalten Sie in jedem Fahrradgeschäft. Der Vorteil beim Einkauf im lokalen Handel ist, dass Sie mehrere Modelle anprobieren können und das Verkaufspersonal Sie beraten kann. Fachhändler haben in der Regel Helme von Marken wie Abus, Cratoni, Alpina, Ked oder Uvex vorrätig. Die Bandbreite reicht von günstigen Modellen für Einsteiger bis zu Premiummodellen mit Zusatzfunktionen. Achtung: Oft ist die Leuchtfunktion zum Ausprobieren noch nicht verfügbar, damit die Akkus nicht schon im Geschäft entleert werden. Wer seine Helmgröße kennt oder ein bewährtes Modell erneut kaufen möchte, kann Leuchthelme auch im Online-Shop bestellen.
Wie finde ich die richtige Größe?
Jeder Kopf ist anders daher sollte man die individuelle Fahrradhelm-Größe ermitteln sollte. In der Regel gibt es folgende Helmgrößen:
● Größe S: Kopfumfang von 55/56 cm
● Größe M: Kopfumfang von 57/58 cm
● Größe L: Kopfumfang von 59/60 cm
● Größe XL: Kopfumfang von 61/62 cm
Hierbei handelt es sich nicht um normierte Standardgrößen. Deswegen sollten Sie zu einem Maßband greifen und messen Ihren Kopf an der breitesten Stelle etwa zwei Zentimeter oberhalb der Augenbrauen. Das Maßband sollte über den Ohren am unteren Rand des Schädels liegen und nicht zu tief im Nacken.
Brauchen E-Bike-Fahrer spezielle Helme?
E-Bikes, beziehungsweise Pedelecs, sind rechtlich Fahrrädern gleichgestellt, deswegen besteht keine Helmpflicht und Sie benötigen keinen spezielle E-Bike-Helm. Wir empfehlen Ihnen beim Fahrrad- oder E-Bike-Fahren jederzeit einen CE-zertifizierten Helm zu tragen. Bei den schnelleren S-Pedelecs, die als Kraftfahrzeuge klassifiziert werden, gibt es indes eine Helmpflicht. Achten Sie darau einen Helm zu verwenden, der für die Nutzung auf dem S-Pedelec zugelassen ist, hier dürfen Sie nicht jeden x-beliebigen Fahrradhelm tragen. Viele City- und Pendlerhelme sind indes auf die Bedürfnisse von E-Bike-Fahrern ausgelegt, viele verfügen über ein Visier gegen den Fahrtwind und ein Rücklicht für mehr Sicherheit.
Ist die MIPS-Technologie besonders sicher?
MIPS steht für Multi-directional Impact Protection System. Es handelt sich dabei um eine Extra-Lage zwischen Innenpolster und Helmschaum. Diese soll im Falle eines Sturzes für das Gehirn besonders gefährliche Rotationskräfte reduzieren. Der Hersteller von MIPS gibt an: "Nach über 31.000 durchgeführten Tests sowie zusätzlicher Überprüfung und Bestätigung durch Tests seitens externer Stellen wissen wir, dass MIPS in bestimmten Aufprallsituationen zusätzlichen Schutz bietet." Helme mit MIPS sind in der Regel teurer als Standardmodelle, dafür versprichen sie zusätzliche Sicherheit im Falle eines Sturzes. Inzwischen bieten fast alle relevanten Helmmarken wie Giro, Lazer oder Specialized ihre City- und Sporthelme mit MIPS an.
Fazit
von
BIKE BILD
Die neuen, modernen Fahrradhelme mit Beleuchtung aus unserem Test sehen alle sehr cool aus, erhöhen die Sichtbarkeit enorm und haben viele praktische Funktionen und Features. Bei Fahrradhelmen mit Beleuchtung von Marken wie Uvex oder Alpina können Sie bedenkenlos zugreifen. Auch günstige Helme vom Discounter erfüllen die Sicherheitsnormen, schwächeln aber oft bei Ausstattung und Passform. Radhelme mit Rücklicht gibt es in vielen ansprechenden Designs, für Herren und Damen gleichermaßen. Unser Test zeigt, dass auch günstige Modelle alle relevanten Anforderungen an einen Fahrradhelm mit Licht erfüllen. Teurere Modelle bieten interessante Zusatznutzen für Vielfahrer und Radler und Pendler, die auch im Winter sicher und gut geschützt durchfahren wollen.
11 Fahrradhelme mit Beleuchtung im Test
1/11
Von BIKE BILD getestet: AGU Cit-E IV Led
AGU schickt mit dem Cit-E IV Led den günstigsten Helm ins Rennen. Die Hartschale über dem Schaumstoff sorgt dafür, dass der Helm besonders robust im Alltag ist und keine Risse bekommen kann. Halbe Ausstattungspunkte gibt es für den Schirm, die grelle Farbe und das weiche Futter, die Passform fanden die meisten Testfahrer in Ordnung. Der Cit-E IV von AGU ist auch in den Farben Schwarz, Weiß und Dunkelblau erhältlich. Das AGU-Rücklicht wird aus einer Knopfbatterie gespeist, das finden wir etwas überholt.
Bild: Hersteller / BIKE BILD
2/11
Von BIKE BILD getestet: Alpina Haga Led
Wäre er doch heller! Der Haga kommt in Sachen Lichtstärke leider nicht an seinen konzeptionellen Bruder von Uvex heran. Sonst macht Alpina hier ganz viel richtig, der Helm ist leicht, passt unseren Testern ganz hervorragend und verfügt über reflektierende Riemen sowie einen praktischen Verschlussknopf. Ein guter Kompromiss aus Style, Gewicht und Preis.
Bild: Hersteller / BIKE BILD
3/11
Von BIKE BILD getestet: Cratoni Commuter
Kein Helm für Sonntagsfahrer: Der Name Commuter verrät, dass dieser Helm jeden Tag zum Einsatz kommt. Belüftungsschlitze, Reflektorriemen, MIPS, weiches Futter – Cratoni sammelt ordentlich Ausstattungspunkte und holt damit den (geteilten) Testsieg. Für einen Visierhelm ist der Commuter mit 450 Gramm überdies noch recht leicht.
Bild: Hersteller / BIKE BILD
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Von BIKE BILD getestet: Endura Luminite II
Sichtbarkeit wird bei Endura großgeschrieben. Vorn neongelb, hinten komplett reflektierend, plus USB-Licht ganz oben – so wird man nur schwerlich übersehen. Sportlichere Fahrer dürften den Endura-Helm ebenfalls zu schätzen wissen, denn mit 266 Gramm ist er der leichteste im Testfeld. Klasse auch die Passform, die sogar bei Zopfträgern gut sitzt.
Bild: Hersteller / BIKE BILD
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Von BIKE BILD getestet: Giro Bexly
776 Gramm bringt der Giro Bexley auf die Waage, das muss man erst mal am Kopf tragen. Dafür steckt unter der Hartschale nicht nur ein praktisches Visier, sondern auch die größte Leuchtfläche im Test. Von innen ist der Bexley mit einem herrlich weichen Stoffmaterial gepolstert, das macht das ohnehin schon gute Tragegefühl noch besser.
Bild: Hersteller / BIKE BILD
6/11
Von BIKE BILD getestet: Ked Mitro
Ein Fahrradhelm muss dem Träger auch gefallen, sonst setzt er ihn nicht gern auf. Beim Mitro hat Ked sowohl bei der Passform als auch beim Design Volltreffer gelandet – der Redaktionsliebling. Kein Visier, dafür ein futuristisches Rücklicht und eine Einstellschraube mit Boa-Drehverschluss, tolle Technik. Leider nicht ganz günstig.
Bild: Hersteller / BIKE BILD
7/11
Von BIKE BILD getestet: Lazer Urbanize
Lazers neuester Aufschlag im City-Segment kann sich sehen lassen. Das Visier wird mit einem Magneten vor den Augen oder, wenn man es nicht braucht, an der Stirn befestigt. Keine Sorge, das hält. Preislich liegt der Urbanize im Mittelfeld, dafür gibt es immerhin das MIPS und einen hochwertigen Magnetverschluss am Kinnriemen.
Bild: Hersteller / BIKE BILD
8/11
Von BIKE BILD getestet: Uvex Finale Light 2.0
Äußerlich ein Klassiker, von innen hochmodern: Beim Finale Light 2.0 setzt Uvex zunächst auf die bewährte, leicht einstellbare Passform. Bei Nacht wird der unscheinbare Helm zur Leuchtkugel, was auch noch richtig cool aussieht. Kleinigkeiten wie der Knopf-Verschluss sorgen für leichtere Bedienung – erhöhen aber auch den Preis.
Bild: Hersteller / BIKE BILD
9/11
Von BIKE BILD getestet: Livall BH51M Neo
Egal ob Pendler oder Sportler, Livall hat Smarthelme für alle Anwender im Sortiment. Der BH51M Neo ist Livalls Topmodell, das sich an Pendler richtet. Mit 486 Gramm ist er kein Leichtgewicht, fällt beim Tragen aber auch nicht unangenehm auf. Die Passform ist indes Geschmackssache, einigen könnte der BH51M Neo etwas zu breit sein. Der Helm ist ein schönes Beispiel dafür, dass die Smartfunktionen von Newcomern wie Livall ausgereift sind: Die Bluetooth-Verbindung steht sofort, die Bedieneinheit am Lenker verbindet sich klaglos, und die Musik aus dem Headset schallt klar und deutlich heraus. Exemplarisch zeigt der BH51M Neo auch, dass Livall noch nicht mit den Helmspezialisten mithalten kann, wenn es um Tragekomfort, Einstellbarkeit und fahrradspezifische Ausstattung geht. Hier sind heimische Spezialisten wie Uvex, Alpina oder Ked dem China-Produkt noch überlegen.
Bild: Hersteller / BIKE BILD
10/11
Von BIKE BILD getestet: Lumos Matrix
Dass die Lumos-Helme als einzige im Apple-Store vertrieben werden, verrät schon, wer die Zielgruppe dieser smarten Kopfschützer ist: die digitale Avantgarde. Der Lumos, für den es natürlich nicht nur eine iOS-, sondern auch eine Android-App gibt, passt optisch perfekt zu den mobilen Endgeräten und bedient die Bedürfnisse der Digital Natives nach blinkender Aufmerksamkeit, progressivem Bike-Lifestyle und spielerischen Gadgets gleichermaßen. Highlight: Auf dem Matrix-Display können eigene Botschaften oder eine Vielzahl von hippen Animationen abgespielt werden. Und das heißt nicht, dass der Lumos ein schlechter Helm ist, das Mega-Display und die integrierten Frontscheinwerfer treiben allerdings das Gewicht (603 Gramm) nach oben. Den Matrix gibt es nur in einer Größe, allerdings liefert Lumos zwei verschiedene Polstereinlagen für kleine und große Köpfe mit.
Bild: Hersteller / BIKE BILD
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Von BIKE BILD getestet: Sena R1 Evo
Der unscheinbarste Kandidat unter den Smarthelmen kommt von Sena, einem Spezialisten für Motorradhelme mit Kommunikationsfunktionen. Dementsprechend technisch ausgereift ist das Headset. Mit dem R1 Evo kann man nicht nur Musik hören und Anrufe entgegennehmen, via Intercom wird man direkt mit anderen Sena-Nutzern in der Nähe verbunden (wenn man den gleichen Kanal verwendet). Probleme gab es beim Test der Sena-App, die den Helm nicht erkannte, die Headset-Funktion war dadurch allerdings nicht eingeschränkt. Etwas Übung braucht man für die Bedieneinheit an der Seite. Welche Funktion die drei Seitentasten in welchem Kontext haben, ist nicht sofort ersichtlich. Das leider recht kleine Licht lässt sich via Sprachbefehl (oder per Knopfdruck) an- und ausschalten, die Passform des recht sportlichen Helms fällt eher breit und rundlich aus.