Zum zweiten mal in Folge findet das legendäre 24h-Rennen auf dem Nürburgring mit nur wenigen Zuschauern statt. Auf die Vollgas-Party des Jahres müssen Rennfans aber nicht verzichten: Insgesamt 125 Fahrzeuge sind bei der 49. Auflage des Klassikers am Start – vom leistungsstarken Porsche 911 bis zum Dacia Logan.
Alle jagen BMW, den erfolgreichsten Hersteller in der Eifel: Im vergangenen Jahr feierte die Marke den 20. Erfolg. Rowe Racing schickte den BMW M6 GT3 (4,4-Liter-V8-Biturbo, 530 PS) ins Rennen, der von Nick Catsburg, Alexander Sims und Nick Yelloly pilotiert wurde. Den Triumph will BMW wiederholen. Doch die Konkurrenz hält dagegen.
Zum 49. Mal finden die 24 Stunden auf dem Nürburgring statt.
Vor allem Porsche (zwölf Gesamtsiege) ist mit dem 911 GT3 R (4-l-Sechszylinder-Boxer, 529 PS) gut aufgestellt, feierte 2021 bereits zwei Doppelsiege durch Frikadelli Racing (darunter das Quali-Rennen). Dazu kommen Topteams wie Manthey Racing oder Falken Motorsports. Dahinter lauert der Audi R8 LMS GT3 (5,2-l-V10, 512 PS), der von Phoenix Racing, Car Collection und Land Motorsport eingesetzt wird. Audi war zuletzt 2019 erfolgreich und peilt den sechsten Gesamtsieg an.
Mercedes konnte den Klassiker erst zweimal gewinnen und hielt sich mit dem AMG GT3 (6,2-l-V8, bis 540 PS) auch in diesem Jahr noch zurück. Teams wie Get-Speed oder Haupt Racing warten noch auf Top-Ergebnisse. Das gilt auch für die Exoten im Feld. Lamborghini Huracán GT3 (5,2-l-V10, 522 PS) und Ferrari 488 GT3 (3,9-l-V8-Biturbo, 530 PS) gelten als Außenseiter, ebenso wie der SCG004C (6,2-l-V8, 526 PS) der Scuderia Cameron Glickenhaus.
Auch in den kleinen Klassen wird um die Siege gekämpft. Rund 500 Fahrer sind am Start. Doch eine Frage bleibt: Wer stößt BMW vom Thron?

Von

Sönke Brederlow