24h Nürburgring: Qualirennen
Mercedes-AMG von GetSpeed gewinnt erstes 24h-Qualifiers-Rennen

Adam Christodoulou und Daniel Juncadella gewinnen das erste Qualirennen zu den 24h am Nürburgring.
Bild: Gruppe C
- ABMS
Ein kurzes aber spannendes Zwei-Stunden-Rennen war der Höhepunkt des ersten Tages bei den ADAC 24h Nürburgring Qualifiers. Mit den wechselhaften Bedingungen auf der legendären Nordschleife fanden sich Adam Christodoulou und Daniel Juncadella am besten zurecht. Im Mercedes-AMG GT3 #2 setzten sie sich nach 13 Runden gegen die Porsche-Mannschaft von Lionspeed by Car Collection Motorsport #24 durch. Im Ziel trennten beide Fahrzeuge nur 1,173 Sekunden.
In 120 Minuten bot der erste Heat des Wochenendes alles, was das Racing auf der Nordschleife spannend macht. Reifenpoker und einbrechende Dämmerung machten es den Teams nicht einfach, die Fans wurden dafür mit einem kurzweiligen Renngeschehen belohnt.
Mit dem Sieg krönten Christodoulou und Juncadella einen Renntag, an dem sie sich stark in Form präsentierten. Schon im Qualifying hatten sie sich die Pole-Position vor ihren Markenkollegen Kenneth Heyer / Colin Caresani / Luca-Sandro Trefz / Marcel Marchewicz im Schnitzelalm-Mercedes-AMG #11 gesichert. Und auch im Rennen verteidigte Juncadella Platz eins und setzte sich in Führung. Mit einer Serie von schnellen Runden schien er zunächst ungehindert davonzueilen. Doch der nachträgliche Check der Startphase ergab einen Frühstart von Juncadella, der eine 30-Sekunden-Strafe erhielt.

Adam Christodoulou und Daniel Juncadella gewinnen das erste Qualirennen zu den 24h am Nürburgring.
Bild: ADAC Nordrhein / Gruppe C
„Ich fahre wohl in zu vielen GT3-Meisterschaften. Da sind die Startprozedere manchmal unterschiedlich, und ich habe diesmal wohl einen Fehler gemacht“, gestand Daniel Juncadella. „Aber wir wollen vor allem die 24h gewinnen und nicht unbedingt das Rennen heute. Also kein Problem.”
So wurde es noch einmal spannend, doch auch nach Absolvieren der fälligen Stop-and-Go behielt das britisch-spanische Fahrerduo die Führung. Adam Christodoulou, der den Mercedes-AMG GT3 als Erstplatzierter durchs Ziel lenkte, konnte anschließend über die Zeitstrafe des Teamkollegen witzeln: „Daniel hatte wohl beschlossen, dass es für uns nicht zu einfach sein sollte, aber er hat genau wie das Team einen Bombenjob gemacht. Das Auto lief super, auch unter diesen wirklich schwierigen Bedingungen. Nach unserem Unfall in der vergangenen Woche hätten wir mit diesem Erfolg wirklich nicht gerechnet. Das Rennen verlief ansonsten wunderbar, und ich freue mich jetzt schon auf das für mich größte Rennen des Jahres!“
Auf Platz zwei ging der Manthey-„Grello“ #911 mit Michael Christensen, Kevin Estre und Frederic Makowiecki durchs Ziel. Startfahrer Christensen zog mit dem Porsche 911 GT3 R bis auf Platz zwei nach vorne. Er profitierte auch davon, dass andere Fahrzeuge in der Startaufstellung durch Sportstrafen nach hinten verbannt wurden oder vom Rennpech verfolgt waren.
„Wir hatten nicht mit diesem Erfolg gerechnet – aber auf jeden Fall darauf gehofft“, schilderte Kevin Estre anschließend. „Das Qualifying war okay, aber zum Mercedes-AMG hat uns ein wenig gefehlt. Bei nassen Bedingungen hat Michael dann einen Superstart hingelegt und ist auf P2 vorgefahren. Wir lagen dann zwischendurch auf P3 und haben mit Lionspeed gekämpft – in der vorletzten Runde konnte Fred an ihnen vorbeigehen. Das ist ein gutes Zeichen. Aber für meinen Geschmack ist Mercedes-AMG nach wie vor etwas zu schnell für uns.“
Mit Platz drei auf dem Siegerpodest wurde der Porsche 911 GT3 R #24 von Lionspeed by Car Collection für eine starke Leistung belohnt: Im Neunelfer mit der #24 fuhren Matt Campbell, Mathieu Jaminet, Patrick Kolb und Patrick Pilet aus der fünften Startreihe bis aufs Podium. „Wir kamen ohne besonders große Vorbereitung und als neu formiertes Team her und wussten nicht genau, was uns erwartet“, schildert Jaminet. „Jetzt ist ein dritter Platz herausgesprungen – das ist doch toll. Matt Campbell brachte das Auto bis auf Platz 2 nach vorne. Am Ende war es furchtbar rutschig mit Trockenreifen im Nassen, aber am Ende ist ein tolles Resultat herausgekommen, das uns allen einen großen Motivationsschub gibt für die 24h.“
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