24h-Rennen Nürburgring vs. Fußball-WM
Fußballfieber im Fahrerlager

Um 21 Uhr spielt Deutschland bei der WM gegen Ghana. Für manch interessierten Fahrer auf der Nordschleife gar keine so einfache Situation...
Bild: ABMS
- Frederik Hackbarth
- Sascha Höpfner
„Wir haben eine Liveübertragung ins Auto und parallel gucke ich die ganze Zeit noch auf die FIFA-App“, scherzt BMW-Pilot Martin Tomczyk auf die Frage, wie er denn trotz des Stresses beim 24h-Rennen das Spiel der DFB-Elf am Samstagabend gegen Ghana verfolgt. Die Fußballbegeisterung ist bei vielen im Fahrerlager groß – doch mit den Strapazen und Anstrengungen eines Langstreckenrennens ist entspanntes WM-Gucken schwer vereinbar. Tomczyk stellt klar: „Natürlich drücke ich den Deutschen die Daumen. Aber das Spiel steht ganz klar an zweiter Stelle. Wir sind hier um ein Rennen zu fahren und zu gewinnen. Dafür muss man zu 100 Prozent konzentriert sein!“
Fernseher bleibt aus

Zwei Bildschirme in der Box: Links läuft das 24h-Rennen, rechts kicken Jogis Jungs in Brasilien
Liveticker am Funk
DTM-Tabellenführer Marco Wittmann bekundet anders als Rast zwar Interesse, weiß aber bereits vorab: „Um 21 Uhr sitze ich wahrscheinlich im Auto. Da ist Fußball Nebensache.“ Der BMW-Fahrer scherzt: „So ein Liveticker über den Funk wäre gut! Spaß beiseite – wenn ich das Ergebnis nach dem Stint erfahre, reicht mir das auch noch.“ Mit so einem Kompromiss kann sich auch Nick Heidfeld anfreunden. Der Nissan-Pilot verrät im Gespräch mit AUTO BILD MOTORSPORT: „Ich bin jetzt nicht gerade verrückt nach Fußball. Aber internationale Spiele, Champions League, EM und WM schaut man sich natürlich schon an. Allerdings habe ich jetzt nicht gefragt, ob die anderen fahren können, damit ich um neun nicht im Auto sitzen muss...“
Service-Links