24h: Technik-Drama zerstört Verstappen-Märchen am Nürburgring
Verstappen-Mercedes wird Opfer der Grünen Hölle

Bitteres Ende für Max Verstappen beim 24h-Rennen am Nürburgring: Der lange führende Winward-Mercedes fällt kurz vor Rennende mit einem Technikdefekt aus dem Kampf um den Sieg.
Bild: Joerg Mitter / Red Bull Content Pool
Das Nürburgring-Märchen von Max Verstappen hat kein Happy End. Der Winward-Mercedes mit der Startnummer 3 fiel rund drei Stunden vor Rennende mit einem Technikdefekt aus dem Kampf um den Sieg, obwohl zunächst alles nach einem historischen Triumph ausgesehen hat.
Verstappen hatte den AMG GT3 nach seinem letzten Stint in Führung liegend an Teamkollege Daniel Juncadella übergeben. Gemeinsam steuerten die beiden Winward-Mercedes um Verstappen und seinen Rivalen Maro Engel lange sogar auf einen souveränen Doppelsieg zu.
Doch dann der Schock: Im Bereich Breidscheid wurde Juncadella plötzlich langsamer. Krachende Geräusche am Auto sorgten sofort für Alarmstimmung. Der Spanier verlor die Führung an den Schwester-Mercedes rund um Engel und rettete den beschädigten AMG zurück an die Box.
Verstappen-Mercedes: Erst ABS-Alarm, dann Antriebswellen-Schaden
Beim Check in der Garage wird klar: Der Defekt hatte sich bereits direkt nach dem Fahrerwechsel angedeutet.
„Wir haben direkt nach dem Boxenstopp auf dem Wechsel von Max zu Dani einen ABS-Alarm bekommen“, verrät Mercedes-AMG-Kundensportchef Stefan Wendl. Zunächst habe das Team an einen elektrischen Defekt gedacht und versucht, das Problem per Reset zu beheben.

Bitteres Ende für Max Verstappen beim 24h-Rennen am Nürburgring.
Bild: Joerg Mitter / Red Bull Content Pool
Doch wenig später kamen starke Vibrationen und laute Geräusche hinzu. Die bittere Diagnose: Antriebswellenschaden hinten rechts inklusive weiterer Schäden am Radträger und an anderen Bauteilen der Hinterachse.
Winward-Teammanager Steve Buschmann stellt klar: „Das war keine Berührung, sondern wirklich Technik.“
„Natürlich sind alle extrem enttäuscht“, ergänzt Wendl. Gemeinsam mit Verstappen und den Fahrern habe man aber beschlossen, das Auto fertig zu reparieren und „es den Fans noch einmal zu präsentieren“.
Verstappen brannte Feuerwerk ab
Für die Zuschauer hat sich der Auftritt des viermaligen Weltmeisters in jedem Fall gelohnt: Bis zum Ausfall hatte der Formel-1-Champion ein echtes Feuerwerk auf der Nürburgring-Nordschleife abgebrannt und dabei gefühlt alles erlebt, was die Grüne Hölle zu bieten hat: von Schockmomenten mit Rutschpartien auf dem Gras über brenzlige Überholmanöver bis hin zu einem Mega-Duell inklusive Berührung mit Markenkollege Maro Engel mitten in der Nacht.
Der spätere Sieger hat denn auch ein wenig Mitgefühl für den Technik-geplagten F1-Champ parat: „Es tut mir wahnsinnig leid“, so Engel. „Die sind ein Wahnsinns-Rennen gefahren.“
So bitter der Defekt für Verstappen und Mercedes ist, so gut könnte er für den deutschen Motorsport und die Fans der Nordschleife sein. Denn der fliegende Holländer hat nun weiter eine Rechnung offen mit der Nordschleife. Ein Comeback in der Grünen Hölle gilt damit als wahrscheinlich.
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