3er BMW: DIY-Desaster
Gartenstuhl im E36: Polizei stoppt Bastler mit fragwürdigem 3er-Umbau

Bild: Kathryn Muffett / Victoria Police
In Cranbourne North, einem Vorort von Melbourne, trauten australische Polizeibeamte ihren Augen kaum: Gegen 15 Uhr entdeckten sie einen bordeauxfarbenen BMW 3er E36 ohne Motorhaube – Grund genug für eine Verkehrskontrolle. Doch was sie dann sahen, brachte selbst erfahrene Ordnungshüter ins Staunen.
Dort, wo normalerweise der serienmäßige Fahrersitz verbaut ist, hatte der 64-jährige Fahrer einen weißen Plastikgartenstuhl platziert – völlig ungesichert und mit zwei Sitzkissen als Komfort-Upgrade garniert. Der Sicherheitsgurt schien eher zur Dekoration als zur tatsächlichen Nutzung befestigt zu sein. Rückbank? Fehlanzeige. Sitze? Keine Spur.

Sitzkomfort à la DIY: Der Fahrer setzte auf Gartenstuhl und Kissen statt auf Sportsitz und Gurt.
Bild: Kathryn Muffett / Victoria Police
Bei der Kontrolle gab der Mann an, er sei lediglich unterwegs gewesen, um Ersatzteile abzuholen. Doch das überzeugte die Beamten nicht. Denn auch für eine Teilefahrt gelten Sicherheitsvorgaben – und eine Sitzgelegenheit, die bei jedem Bremsmanöver verrutschen kann, gehört definitiv nicht dazu. Die Polizei stellte eine Mängelanzeige aus, die das Fahrzeug mit sofortiger Wirkung stilllegte. Außerdem muss der Fahrer sich nun auf verkehrsrechtliche Konsequenzen einstellen.
Der E36 genießt Kultstatus in der Szene
So kurios die Aktion auch wirkt: Der E36 genießt Kultstatus in der Szene. Zwischen 1990 und 2000 gebaut, überzeugt er bis heute mit ausgewogener Fahrdynamik, Hinterradantrieb und klarem Design.
In dieser Variante – mit offener Haube, luftiger Sitzlösung und reichlich Improvisation – dürfte er allerdings eher Sammler skurriler Umbauten ansprechen. Bleibt zu hoffen, dass der Besitzer sein Projekt künftig in der Garage weiterverfolgt – und nicht im öffentlichen Verkehr.
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