(dpa/sb) General Motors (GM) will in Deutschland bis zu 5400 Stellen bei Opel abbauen. "Rund 50 bis 60 Prozent der geplanten Kürzungen betreffen Deutschland", sagte GM-Europachef Nick Reilly am Mittwoch (25. November 2009) nach Gesprächen mit den Arbeitnehmern in Rüsselsheim. Insgesamt sollten 9000 von europaweit 55.000 Jobs bei dem Autobauer wegfallen. "Wir werden schwierige Entscheidungen treffen müssen", sagte Reilly. Auf genaue Personalzahlen wollte er sich unter Verweis auf die laufenden Gespräche nicht festlegen. "Wir erwarten einen Beitrag der Mitarbeiter und hoffen, Hilfe von den Regierungen zu bekommen", so der Opel-Chef. "Unsicher" sei nach wie vor die Zukunft des Astra-Werks im belgischen Antwerpen. Eine Arbeitsgruppe solle verschiedene Möglichkeiten für den Standort ausloten.

Hier geht es zur Opel-Markenseite

Reilly drängte die Arbeitnehmervertreter zu einem schnellen Entgegenkommen. Das Unternehmen habe zugesichert, bis Mitte Dezember keine einseitigen Fakten zu schaffen. Dann sollten die Gespräche über den Beitrag der Arbeitnehmer abgeschlossen sein. Die Sanierungskosten bezifferte Reilly erneut auf rund 3,3 Milliarden Euro, die für den Kapazitätsabbau sowie Investitionen benötigt würden. Unterdessen rechnet der Kaiserslauterer Opel-Betriebsrat mit einem Abbau von gut 280 Stellen in dem Werk. "Diese Zahl, wenn es denn dabei bleibt, ist nicht das große Problem", sagte der stellvertretende Betriebsratschef Lothar Sorger. Über Altersteilzeit werde in den nächsten Jahren ein Mehrfaches dieser Zahl in Kaiserslautern frei. Unsicher ist wohl nach wie vor die langfristige Zukunft der Motorenfertigung. "Da ist schon noch die Angst da", so Sorger. In Kaiserslautern arbeiten knapp 1100 Beschäftigte in der Motorenfertigung, gut 2400 Mitarbeiter sind im Komponentenwerk beschäftigt.