(dpa/cj) Dieser Mann hat die Ruhe weg: Satte zehn Kilometer Stau (Foto: Symbolbild) verursachte ein Autofahrer am 14. Juli 2019 in Sachsen, nachdem ihm auf der Autobahn A4 bei Görlitz der Sprit ausgegangen war. Um aus der ungemütlichen Situation herauszukommen, begann der 43-Jährige seinen Mercedes zwischen der Anschlussstelle Uhyst und dem Rasthof Oberlausitz kurzerhand zu schieben. Da es wegen einer Baustelle dort nur einen Fahrstreifen gibt, zuckelten Hunderte von Autofahrern laut Polizei im Schritttempo hinter ihm her.Etwa 100 Meter vor dem Rasthof Oberlausitz habe der 43-Jährige nicht mehr gekonnt, der Wagen sei stehen geblieben, sagte ein Polizeisprecher. Der Beifahrer, der sich von einem anderen Auto zur Tankstelle hatte mitnehmen lassen, kam mit einem Kanister. Nach dem Auffüllen setzten die beiden ihre Fahrt fort. Bis sich der Stau aufgelöst hatte, dauerte es laut Polizei jedoch mehr als eine Stunde. (Hier lesen Sie, wie Sie Staus in der Urlaubszeit vermeiden!)

Stauverursacher kommt um Bußgeld herum

Die gute Nachricht für den Liegenbleiber kam einen Tag später: Er kommt um ein Bußgeld herum und muss lediglich ein Verwarnungsgeld von 25 Euro zahlen. Möglicherweise kommen noch die Kosten des Polizeieinsatzes dazu. Begründung für die Milde: Hätte der Mann sein Auto nicht weggeschoben, wäre es an der einspurigen Stelle ein Unfallrisiko gewesen, so die Polizei. Außerdem habe der Mann durch sein Verhalten möglicherweise einen noch längeren Stau verhindert.