ABS: So funktioniert das Antiblockiersystem
Alles unter Kontrolle mit ABS

Fahrzeuge ohne ABS sind mittlerweile echte Exoten im Straßenverkehr. Was bedeutet das Kürzel, und wie funktioniert das System dahinter?
Bild: Hersteller
Das ABS, also das Antiblockiersystem, ist eines der ältesten Fahrsicherheitssysteme überhaupt und heute längst Standard. Schon 1978 brachte der Technologiekonzern Bosch als erster Anbieter dieses gemeinsam mit der Automobilindustrie entwickelte System auf den Markt.
Seither leistet es seinen Beitrag dazu, dass die Zahl der bei Unfällen im Straßenverkehr verletzten Personen zurückgegangen ist. Und das, obwohl es nach Meinung von Unfallexperten nur bei rund zwei Prozent aller Bremsungen überhaupt eingreift.

Fahrzeuge ohne ABS sind mittlerweile echte Exoten im Straßenverkehr.
Die Funktion des ABS ist eigentlich simpel. Es greift ein, wenn bei einer Bremsung ein Rad zu rutschen beginnt oder ganz die Bodenhaftung verliert. Zahlreiche Sensoren analysieren dann die Drehzahl der Räder und gleichen diese miteinander ab. Je nach System wird dann in acht bis zehn Intervallen der Bremsdruck verringert und wieder angehoben.
Bremsen und Lenken dank ABS gleichzeitig möglich
Damit wird ein Blockieren der Räder verhindert. Während man früher bei einer Vollbremsung oft als hilfloser Passagier im Auto in ein Hindernis gekracht ist, bleibt das Fahrzeug mit ABS lenkbar, und der Fahrer behält die Kontrolle.
Ganz nebenbei werden damit dann auch Bremsplatten auf den Laufflächen der Reifen verhindert und die Lebenszeit der Reifen verlängert.
Übrigens: Der Gesetzgeber schreibt vor, dass die Bremsen eines Fahrzeugs auch bei einem Ausfall des ABS jederzeit uneingeschränkt funktionsfähig sein müssen.
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