Abt RS Q3/MTM RS Q3: Tuning
Getunte RS Q3 im Clinch

Der Top-Q3 markiert das Einstiegsmodell in den RS-Club, ist mit 310 PS aber auch das schwächste Mitglied aller Zeiten. Abt und MTM plustern ihn auf 410 PS auf.
- Stefan Helmreich
Es ist ein Duell auf höchstem Niveau. Nicht nur wegen der gemeinsamen Ausgangsbasis in Form des RS Q3, der mit 1,58 Metern Höhe – räumlich gesehen – den Gipfel der RS-Geschichte markiert; sondern auch, weil die, die mit ihm hier gegeneinander antreten, zur absoluten High Society der Audi-Tuner gehören. Hans-Jürgen gegen Roland, Abt gegen Mayer, das ist das Kräftemessen der Urgesteine, das Bayern-Derby der Branche oder – wie Beckenbauer sagen würde – ein echter "Glassicker" – vor allem, wenn er auf dem Block eines Fünfzylinder-Turbos ausgetragen wird. Zwar ist der 2480 Kubik große TFSI nicht mal annähernd so lange dabei wie MTM oder Abt Sportsline, allerdings pocht – aufgrund seiner konzeptionellen Verwandtschaft zu den Quattro-Herzen – die Sporttradition in ihm heftiger als in jedem anderen Audi-Organ.Bis zu 525 PS hat er für diverse Studien inzwischen aus sich herausgeholt, im Serientrimm waren es immerhin bereits 360, der RS Q3 jedoch begrenzt sich auf 310 – was den Ertrag des Tunings aber in keinster Weise zu beeinträchtigen scheint: Exakt 100 PS kitzeln beide zusätzlich heraus.
Beide halten das Serienauto auf Distanz

Abgasanlage und Fahrwerk wirken sich im Abt deutlich dezenter aus.
Bild: Lena Barthelmess / AUTO BILD

MTM schärft sogar das DSG. Es schaltet und reagiert nun spürbar fixer.
Bild: Lena Barthelmess / AUTO BILD
Fazit
Wie viele Topspiele fühlt sich auch dieses über weite Strecken enger an, als es endet. Der MTM geht besser, klingt derber, kurvt aggressiv und ist dank der Adaptivdämpfer auf Tastendruck nicht mal sonderlich unbequem. Der Alltag endet wegen des absurden Wendekreises hüben und der überzogenen 102-Oktan-Verordnung drüben remis, sodass Abt mit der schnörkelloseren Garantie und den tieferen Preisen nur noch der Anschlusstreffer gelingt.
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