ADAC GT Masters
Audi Erster vor dem Showdown

Knappe Kiste im Kampf um die GT-Meisterschaft. 13 Fahrer gehen mit Titelhoffnungen in das Saisonfinale auf dem Nürburgring.
Bild: Gruppe C Photography
Mehr Spannung geht kaum: 13 Fahrer, die in Supersportwagen der Marken Audi, Lamborghini, Mercedes-AMG und Porsche starten, machen sich vor dem Finale der deutschen GT-Meisterschaft an diesem Wochenende (5.-7. November) auf dem Nürburgring noch Hoffnungen auf den Titel.
Mit gerade einmal vier Punkten Vorsprung gehen Christopher Mies (Düsseldorf) und sein Schweizer Partner Ricardo Feller in einem Audi R8 LMS des Teams Land-Motorsport als Spitzenreiter in die beiden Rennen am Final-Wochenende (Start am Samstag und Sonntag jeweils um 15.30 Uhr) und haben damit beste Chancen auf den Titel.
Audi-Pilot Christopher Mies hofft auf Regen
Youngster Feller, der schon jetzt als eine der Entdeckungen der Saison gilt, und Audi- Werksfahrer Mies, ADAC GT Masters-Champion 2016, beeindruckten in dieser Saison mit Speed und Konstanz. Zwei Rennsiege und der inoffizielle Titel des Halbzeitmeisters stehen für beide bisher zu Buche. Der Nürburgring-erprobte Mies setzt am Finalwochenende auf das Wetter: „Regen wäre ganz schön. Der Ring ist nicht unbedingt eine unserer Topstrecken. Ich denke Porsche und Mercedes-AMG sind hier favorisiert.“ Und sein Kollege Feller ergänzt: „Wir dürfen uns keine Fehler erlauben. Das Ziel ist es, so viele Punkte wie möglich zu holen – und idealerweise vor den Verfolgern ins Ziel zu kommen.“

Das Mercedes-Duo Luca Stolz/Maro Engel geht als Tabellenzweiter ins Saisonfinale
Bild: Gruppe C Photography
Für ein Novum in der Geschichte der Serie könnten derweil die engsten Verfolger des Audi-Duos sorgen. Beständigkeit war bisher der große Trumpf der Tabellenzweiten Luca Stolz und Maro Engel (Mercedes-AMG Team Toksport WRT). Sechs Podestplätze hat das Duo in dieser Saison eingefahren. Ein Sieg fehlt allerdings noch. Und so könnten die Mercedes-Piloten das Kunststück schaffen, sich als erstes Team den Titel ohne einen Rennerfolg zu schnappen.
Kann Porsche-Fahrer Ammermüller den Titel verteidigen?
Der Bayer Michael Ammermüller dagegen, der sich das Cockpit des SSR Performance Porsche 911 GT3 R mit dem Champion von 2018, dem Franzosen Mathieu Jaminet, teilt, könnte der erste Fahrer in der Historie der Serie werden, der seinen Titel erfolgreich verteidigt. Dreimal sind die aktuell drittplatzierten Porsche-Piloten in dieser Saison schon als Sieger ins Ziel gefahren. „17 Punkte Rückstand sehen auf dem Papier viel aus, bedeuten im ADAC GT Masters aber nichts“, ist sich Porsche-Werksfahrer Jaminet sicher. „Ich schätze unsere Chancen mit 50:50 ein.“ Ammermüller kam auch im vergangenen Jahr als Tabellendritter zum Finale und fuhr dann als Meister nach Hause. „Es liegen noch alle dicht zusammen. Einen klaren Favoriten gibt es nicht. Den Titel zu verteidigen war von Anfang an unser Ziel. Das wäre für das Team und mich etwas ganz Besonderes.“ Insgesamt 56 Punkte kann ein Team maximal beim Saisonfinale auf der traditionsreichen Eifelrennstrecke noch sammeln.
Die beiden Rennen werden am Samstag und Sonntag ab 15 Uhr live bei NITRO im Free-TV übertragen. Im Livestream sind sie kostenlos bei RTL+ (rtlplus.com), der Streamingplattform der Mediengruppe RTL, die am 4. November TVNOW ablöst, sowie auf adac.de/motorsport zu sehen.
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