Christian Engelhart (35/Starnberg) und Ayhancan Güven (24/TR) haben im Regen den Durchblick behalten und den neunten Lauf im ADAC GT Masters auf dem Lausitzring gewonnen. Nach 37 Runden überquerte Ayhancan Güven als Erster die Ziellinie und jubelte über seinen Premierensieg und gleichzeitig den ersten Erfolg seines Teams Joos Sportwagentechnik in der Deutschen GT-Meisterschaft.
„Ich bin total glücklich, dass wir dieses Rennen gewonnen haben. Es war unheimlich hart, denn ich bin mit unserem Porsche das erste Mal im Regen gefahren und alles fühlte sich ein wenig fremd an. Zum Glück hat es gereicht und wir sind im Kampf um die Meisterschaft voll mit dabei“, so der junge Türke.
Die Zuschauer sahen am Samstag auf dem Lausitzring einen der spektakulärsten Meisterschaftsläufe der bisherigen Saison. Bei teilweise starkem Regen hatten alle Fahrer Mühe, ihre Supersportwagen auf der nassen Strecke zu halten. Die Folge: harte Duelle und einige Ausritte, dennoch kam das Safetycar nicht zum Einsatz.
Pole-Setter Christian Engelhart konnte seine Führung nach dem Start behaupten, hinter ihm reihten sich Patric Niederhauser (30/CH) im Audi R8 LMS GT3 Evo II #15 von Rutronik Racing und Albert Costa Balboa (32/E) mit dem Lamborghini Huracán GT3 Evo #63 von Emil Frey Racing auf den Plätzen zwei und drei ein.
Die nassen Bedingungen sorgten für viel Action auf der Strecke.
Bild: Gruppe C Photography / ADAC

Nach dem Pflicht-Boxenstopp übergab Engelhart seinen Neunelfer an Ayhancan Güven und der 24-Jährige konnte sich zeitweilig mit einem Vorsprung von über fünf Sekunden vom Feld absetzen. Dahinter profitierte Jack Aitken (26/GB), der den Lamborghini #63 von Startfahrer Albert Costa Balboa übernommen hatte, von einem Dreher des vor ihm liegenden Audi-Piloten Luca Engstler (22/Wiggensbach) und verbesserte sich auf Platz zwei. Der Brite schloss kurz vor Schluss zur Spitze auf, seine Attacke hatte jedoch keinen Erfolg. Ein Dreher beendeten schließlich die Erfolgs-Ambitionen von Aitken, der das packende Rennen als Zweiter hinter Ayhancan Güven beendete.
„Es war unheimlich rutschig und schwierig, das Auto in den Kurven auf der Strecke zu halten“, sagt Sieger Engelhart. „Aber unser Fahrzeug lief bei diesen Bedingungen sehr gut, ich habe keine Fehler gemacht und konnte an der Spitze liegend an Ayhancan übergeben. Der hat eine tolle Leistung gezeigt und dem Druck standgehalten."
Lokalmatador Maximilian Paul (22/Dresden) feierte dahinter zusammen mit Marco Mapelli (35/I) im Lamborghini Huracán GT3 Evo mit der Startnummer 71 von Paul Motorsport vor heimischem Publikum den ersten Podiumsplatz in dieser Saison. Zudem sicherte sich der Dresdner den Sieg in der Pirelli Junior-Wertung.
Tabellenführer Raffaele Marciello (27/CH) machte fünf Plätze gut und belegte mit seinem neuen Fahrerkollegen Daniel Juncadella (31/E) im Mercedes-AMG GT3 Evo #48 vom Mann-Filter Team Landgraf Rang fünf. Damit behauptete er die Führung in der Gesamtwertung der Deutschen GT-Meisterschaft.
Morgen geht’s weiter mit Rennen zwei auf dem Lausitzring. Alle 14 Rennen im ADAC GT Masters werden um 13 Uhr gestartet. Der TV-Sender NITRO präsentiert die Läufe ab 12:30 Uhr live