Packende Zweikämpfe, heftige Unfälle und eine spannende Schlussphase: Das zweite Rennen des ADAC GT Masters auf dem Red Bull Ring in Spielberg war ein Spektakel für die Zuschauer. Am Ende durften Jeffrey Schmidt und Marvin Kirchhöfer jubeln. Das Duo triumphierte in der Corvette C7 GT3-R von Callaway Competition. Auf dem zweiten Platz landeten Kim Luis Schramm und Dennis Marschall im Audi R8 LMS von Rutronik Racing. Nick Yelloly und Jesse Krohn komplettierten mit dem BMW M6 GT3 von Schubert Motorsport das Podium in Österreich.
„Ein toller Erfolg. Wir hatten sehr schnelle Jungs hinter uns, da durfte man sich keinen Fehler erlauben”, freut sich Sieger Schmidt. „Wir mussten alles geben.“
Eine Schrecksekunde erlebten die Zuschauer schon kurz nach dem Start. Im Getümmel der ersten Kurve wurde Mercedes-AMG-Fahrer Maro Engel von einem Kontrahenten getroffen, so dass der Mercedes-AMG GT3 hart in die Streckenbegrenzung einschlug. Während der Bolide stark beschädigt wurde, blieb Ex-DTM-Pilot Engel unverletzt. Das Rennen wurde daraufhin unterbrochen, um die Leitplanken zu reparieren.
Nach dem Restart verteidigte Marvin Kirchhöfer mit der Callaway-Corvette seine Führung, die er beim ersten Start von Polesetter Dennis Marschall übernommen hatte. Auf dem dritten Platz folgte Franck Perera im Lamborghini Huracan GT3 vom Grasser Racing Team.
Nach einem Abflug von Pierre Kaffer, der einen Reifenschaden an seinem Audi R8 LMS hatte, musste das Safety Car ein weiteres Mal auf die Strecke. Und die Hitzköpfe waren abermals nicht zu bremsen: Als Klaus Bachler seinen Herberth-Porsche nach einem Kontakt mit Dries Vanthoor im Kiesbett parkte, musste das Rennen zum dritten Mal neutralisiert werden.
Ammermüller/Jaminet führen die Meisterschaft weiter an
Anschließend begann die heiße Phase der Boxenstopps. Die Top-Fahrer entschieden sich für einen späten Wechsel. Franck Perera übergab seinen Lamborghini zuerst an Rolf Ineichen, dann folgten auch Marvin Kirchhöfer und Dennis Marschall, die ihre Boliden an Jeffrey Schmidt respektive Kim Luis Schramm übergaben. An der Reihenfolge an der Spitze änderte das nichts: Die Corvette C7 GT3-R von Callaway Competition führte das Feld an, gefolgt von Rutronik Racing und dem Grasser Racing Team.
Rund fünf Minuten absolvierte das Safety Car den vierten Einsatz, als Sebastian Asch seinen Audi R8 LMS mit einem Reifenschaden abstellte. Nach dem Restart waren noch zwei Runden zu gehen. Nick Yelloly nutzte die Chance und schob sich mit einem harten Manöver am bis dato drittplatzierten Lamborghini von Rolf Ineichen vorbei. Mirko Bortolotti tat es ihm gleich und überholte seinen Teamkollegen auf den letzten Metern für die vierte Position.
Michael Ammermüller und Mathieu Jaminet, die Sieger vom Samstag, landeten mit ihrem Porsche 911 GT3 R von SSR Performance auf dem achten Rang. Das Duo führt die Meisterschaft nach dem vierten Saisonrennen weiter an.
Die Liga der Supersportwagen macht eine Pause von vier Wochen: Vom 9. bis 11. Juli gastiert das ADAC GT Masters in Zandvoort.

Ergebnis Red Bull Ring, 2. Rennen

1. Jeffrey Schmidt/Marvin Kirchhöfer (Corvette C7 GT3-R)
2. Kim Luis Schramm/Dennis Marschall (Audi R8 LMS GT3)
3. Nick Yelloly/Jesse Krohn (BMW M6 GT3)
4. Mirko Bortolotti/Albert Costa Balboa (Lamborghini Huracan GT3 Evo)
5. Rolf Ineichen/Franck Perera (Lamborghini Huracan GT3 Evo)
6. Michael Ammermüller/Mathieu Jaminet (Porsche 911 GT3 R)
7. Ricardo Feller/Christopher Mies (Audi R8 LMS GT3)
8. Igor Walilko/Jules Gounon (Mercedes-AMG GT3)
9. David Jahn/Marco Holzer (Porsche 911 GT3 R)
10. Raffaele Marciello/Maximilian Buhk (Mercedes-AMG GT3)

Von

Sönke Brederlow