Das ADAC GT Masters biegt an diesem Wochenende am Sachsenring (23. bis 25. September) auf die Zielgerade ein. Der vorletzte Tourstopp in der Deutschen GT-Meisterschaft, die in diesem Jahr mit einem erneuerbaren Kraftstoff ins Rennen geht, verlangt von Teams und Fahrern ein eisernes Nervenkostüm.
Die Spitze liegt dicht beieinander, jeder Punkt zählt, jeder Fehler kann das vorzeitige Ende aller Titel-Träume bedeuten. Ideale Voraussetzungen für ein spannendes Rennwochenende auf dem anspruchsvollen Kurs in Sachsen, den Deutschlands schnellste GT3-Serie sogar schneller umrundet, als die Motorrad-Asse der MotoGP.
Dazu gibt es am Sachsenring eine Premiere: Der FIA ETCR eTouring World Cup startet erstmals in Deutschland und ermittelt am Sachsenring beim WM-Finale den ersten elektrischen Tourenwagen-Weltmeister der Motorsportgeschichte.

Die Top-Drei belauern sich

Die besten Chancen im Titelkampf hat Spitzenreiter Raffaele Marciello (27/CH), der zusammen mit Werksfahrerkollege Daniel Juncadella (31/E) im Mercedes-AMG GT3 Evo #48 ins Rennen geht. Der Mercedes-AMG ist auf der Berg-und-Talbahn in Sachsen traditionell stark. Für Marciello geht es in Sachsen darum, seine Tabellenführung vor dem Finale auszubauen, nachdem er zuletzt am Lausitzring Vorsprung eingebüßt hat.
Zehn Punkte hinter Tabellenführer Marciello lauern Christian Engelhart (35/Starnberg) und Ayhancan Güven (24/TR).

Zehn Punkte hinter Tabellenführer Marciello lauern Christian Engelhart (35/Starnberg) und Ayhancan Güven (24/TR) vom Team Joos Sportwagentechnik. Das Fahrer-Duo hat im Porsche 911 GT3 R mit der Startnummer 91 in der Lausitz den ersten Saisonsieg geholt und will weiter Druck auf die Spitze machen. „Unsere Taktik wird die gleiche wie immer sein, eine andere funktioniert im ADAC GT Masters auch nicht: Volle Attacke im Qualifying, um eine gute Startposition herauszufahren. Allerdings hat sich am Sachsenring in der Vergangenheit gezeigt, dass auch in der zweiten Rennhälfte wegen des Reifenabbaus große Verschiebungen möglich sind, obwohl das Überholen schwierig ist. Man muss für Qualifying und Rennen bestens vorbereitet sein“, erklärt Christian Engelhart.
Er setzt dabei voll auf seinen starken Fahrerkollegen. „Ayhancan hat sich als Neueinsteiger schnell im ADAC GT Masters eingefunden und macht einen sensationellen Job. Er hat einige Top-Qualifyings abgeliefert und erlaubt sich im Rennen keine Fehler. Wir wollen am Sachsenring mehr Punkte als die Konkurrenz holen, um beim Finale in Hockenheim eine starke Ausgangsposition zu haben“, so der Meister von 2020.
Jack Aitken (26/GB) und Albert Costa Balboa (32/E) gehören seit ihren starken Leistungen am Lausitzring ebenfalls zum Kreis der Meisterschafts-Anwärter. Mit zwei zweiten Plätzen in den Rennen neun und zehn hat sich die Fahrer-Kombination im Lamborghini Huracán GT3 Evo mit der Startnummer 63 von Emil Frey Racing auf Rang drei der Tabelle vorgeschoben und gehört somit auch auf dem Sachsenring zu den Favoriten.

Deutschland-Premiere und Finale für Elektro-Tourenwagen

Im Rahmen des ADAC GT Masters wird auf dem Sachsenring zum ersten Mal in Deutschland der FIA ETCR eTouring Car World Cup ausgetragen. Die Premiere ist gleichzeitig das Finale der innovativen Rennserie, bei der unter anderem FIA Rallycross-Weltmeister Mattias Ekström oder die beiden ehemaligen ADAC GT Masters-Piloten Bruno Spengler und Maxime Martin in den bis zu 680 PS starken Fahrzeugen antreten.
Beim ADAC GT Masters Wochenende am Sachsenring (23.-25. September) feiert die FIA ETCR ihre Deutschland-Premiere.

Neben den E-Boliden gehen drei weitere spektakuläre Rennserien am Sachsenring im Rahmenprogramm der Deutschen GT-Meisterschaft an den Start. In der ADAC GT4 Germany und der ADAC TCR Germany wollen sich die Piloten eine gute Ausgangsbasis für das Finale in Hockenheim schaffen. Gleiches gilt für die Fahrer des Porsche Carrera Cup Deutschland, die am Sachsenring die Läufe 13 und 14 von insgesamt 16 Saisonrennen austragen.
Alle 14 Rennen im ADAC GT Masters werden um 13 Uhr gestartet. Der TV-Sender NITRO präsentiert die Läufe ab 12:30 Uhr live.