Das deutsch-französische Porsche-Duo Michael Ammermüller/Mathieu Jaminet (beide SSR Performance) hat auf dem Red Bull Ring da weitergemacht, wo es beim Saisonauftakt in Oschersleben aufgehört hatte: Mit einem Sieg. In einem von zahlreichen Überholmanövern und spannenden Zweikämpfen geprägten Rennen präsentierten sich die Titelverteidiger wie schon beim Saisonauftakt fehlerfrei und bauten ihren Vorsprung in der Gesamtwertung aus.
„Ein wirklich unglaubliches Rennen”, freut sich Sieger Ammermüller. „Am zweiten Saisonwochenende bereits den zweiten Sieg zu holen ist wirklich super.“
Platz zwei ging an Mirko Bortolotti und Albert Costa Balboa in einem Lamborghini Huracan GT3 Evo des nahe Spielbergs beheimateten GRT Grasser Racing Teams. Bortolotti hatte im Qualifying die Bestzeit auf der Alpenrennstrecke in den Asphalt gebrannt, musste aber wegen eines Vergehens seines Teamkollegen in Oschersleben von Startplatz sechs ins Rennen gehen.
Von Platz eins startete deshalb Nick Yelloly im Schubert BMW M6 GT3 in das erste Rennen des zweiten Saisonwochenendes. Bis zur fünften Runde behauptete der Brite seine Führung, musste das Rennen dann aber mit einem Aufhängungsschaden frühzeitig aufgeben.
Die Position an der Spitze des Feldes erbte so Raffaele Marciello in einem Mercedes-AMG GT3 des Mann-Filter Teams. Der Italiener fuhr bis zum obligatorischen Boxenstopp-Fenster einen Vorsprung von mehr als drei Sekunden auf seinen Verfolger Michael Ammermüller im Porsche 911 GT3 R heraus. Nach dem Fahrerwechsel schloss Mathieu Jaminet schnell auf den nun von Maximilian Buhk pilotierten AMG auf. Es entwickelte sich ein über mehrere Runden dauerndes Duell, in dem sich Jaminet in der 22. Runde am Stern-Fahrer vorbeipresste.
Zahlreiche packende Zweikämpfen prägten das erste Rennen des ADAC GT Masters in Spielberg
Im weiteren Rennverlauf baute der Franzose seinen Vorsprung auf über sechs Sekunden aus. Weil einige Trümmerteile auf der Fahrbahn lagen, musste kurz vor Rennende noch einmal das Safety Car auf die Strecke und der schöne Vorsprung des Porsche war dahin. Doch Jaminet zeigte sich im Schluss-Sprint nervenstark, leistete sich keinen Fehler und fuhr den verdienten Sieg letztlich sicher nach Hause. Mit einem Rückstand von 1,1 Sekunden fuhr sich das Lambo-Duo Bortolotti/ Costa Balboa auf Rang zwei ins Ziel.
Das Podium komplettierten Jeffrey Schmidt und Marvin Kirchhöfer in der Corvette von Callaway Competition. Kirchhöfer lieferte sich in der Schlussphase einen spannenden Zweikampf mit Maximilian Buhk. Er musste diesen zwischenzeitlich auf Anweisung der Rennleitung wegen Missachtens der Streckenbegrenzung wieder vorbeilassen, holte sich den letzten Podiumsplatz aber umgehend wieder zurück.
Marciello und Buhk mussten sich am Ende mit Platz vier zufriedengeben. Beste Audi-Piloten im Samstagrennen  in Spielberg waren der dänische Serien-Neuzugang Dennis Lind mit seinem belgischen Teamkollegen Dries Vanthoor in einem R8 LMS des belgischen Teams WRT.

Ergebnis Red Bull Ring, 1. Rennen

1. Michael Ammermüller/Mathieu Jaminet (Porsche 911 GT3 R)
2. Mirko Bortolotti/Albert Costa Balboa (Lamborghini Huracan GT3 Evo)
3. Jeffrey Schmidt/Marcin Kirchhöfer (Corvette C7 GT3-R
4. Raffaele Marcello/Maximilian Buck (Mercedes-AMG GT3)
5. Dennis Lind/Dries Vanthoor (Audi R8 LMS GT3)
6. David Jahn/Marco Holzer (Porsche 911 GT3 R)
7. Rolf Ineichen/Franck Perra (Lamborghini Huracan GT3 Evo)
8. Kim Luis Schramm/Dennis Marschall (Audi R8 LMS GT3)
9. Robert Genauer/Sven Müller (Porsche 911 GT3 R)
10. Luca Stolz/Maro Engel (Mercedes-AMG GT3)

Von

ABMS