Die Liga der Supersportwagen legt wieder los. Am Wochenende startet das ADAC GT Masters in Oschersleben in die neue Saison (Samstag/Sonntag, 16.30 Uhr auf Nitro).
Alle Augen sind 2021 dabei auch auf das Duell gegen die DTM gerichtet, die erst am 19. Juni loslegt. Grund: Mit dem Wechsel der DTM von Class-One-Prototypen auf GT3-Sportwagen geriet das ADAC GT Masters unter Druck. Denn die Liga der Supersportwagen setzt ebenfalls auf die spektakulären GT3-Boliden. Es war unklar, ob der Markt groß genug ist für zwei Serien mit den gleichen Autos. Mit 31 Nennungen ist das Starterfeld aber auch 2021 wieder rappelvoll.
Das hat einen bestimmten Grund: Die Kosten sind im GT Masters, das 2021 den „Deutschen GT-Meisters“ kürt, deutlich niedriger als in der DTM. Ein GT Masters-Teamchef erklärt: „Die DTM hat zum Beispiel Boxenstopps, bei denen die Reifen gewechselt werden müssen. Dafür brauchst du sechs gute Mechaniker. Im GT Masters haben wir solche Performance-Boxenstopps nicht.“

GT Masters 30 Prozent günstiger als DTM

Heißt: Die Einsatzkosten sind im GT Masters um etwa 30 Prozent niedriger als in der DTM, wo sie etwa 850.000 Euro betragen. Dazu kommen die Kosten für das Auto (450.000 Euro) sowie die Revision der GT3-Flitzer bei den Herstellern, die mit 200.000 Euro zu Buche schlägt.
Das ADAC GT Masters startet am Wochenende in die neue Saison.
Billig ist also auch das GT Masters nicht. Aber ein zweiter Vorteil der Liga der Supersportwagen: Zwei Fahrer teilen sich in den einstündigen Rennen ein Cockpit. Weil oftmals die persönlichen Sponsoren der Fahrer einen Teil des Budgets mitbringen, werden die Kosten für den Einsatz eines Autos also auf zwei statt nur eine Schulter verteilt.

Topfahrer und sieben Hersteller am Start

Natürlich sind im GT Masters auch Fahrer dabei, die zur gehobenen Amateurkategorie zählen. Aber auch hier fahren Vollprofis um den Sieg. Zum Beispiel Markus Winkelhock (Car Collection Audi R8 LMS Evo, 5,2-Liter-V10-Sauger, 585 PS), der 2007 beim Europa-GP auf dem Nürburgring im Spyker-Ferrari bei seinem einzigen Formel-1-Rennen Führungsluft schnupperte.
Oder Maro Engel (Toksport WRT, Mercedes AMG GT3 Evo, 6,2-Liter-V8-Sauger, über 550 PS), einer der besten GT3-Fahrer weltweit. Oder Simona de Silvestro (Herberth Porsche 911 RSR GT3, 4,0-Liter-Sechszylinder-Boxer, ca. 550 PS), die Ende Mai auch das Indy 500 bestreiten wird.
Und: Zwar sind in der DTM 2021 erstmals seit 1993 wieder sechs Hersteller vertreten (Audi, BMW, Mercedes, Ferrari, McLaren und Lamborghini). Im GT Masters sind es aber sogar sieben Marken (Audi, BMW, Mercedes, Lamborghini, Porsche, Corvette und Honda).