ADAC GT Masters: Zandvoort
Lamborghini in Lauerstellung

Debüt der Deutschen GT Meisterschaft auf dem modifizierten Dünenkurs im niederländischen Zandvoort
Bild: Gruppe C Photography
Von wegen Sommerfrische! Für Teams und Fahrer des ADAC GT Masters steht beim dritten Rennwochenende des Jahres auf dem Dünenkurs an der Nordseeküste im niederländischen Zandvoort jede Menge Rennaction auf dem Programm.
Nach zwei Siegen in den ersten vier Rennen kommen Michael Ammermüller und Mathieu Jaminet als Spitzenreiter an die Nordseeküste. Im neongelben Porsche 911 GT3 R (6-Zylinder-Boxermotor, ca. 550 PS) des Teams SSR Performance hat das Duo schon 16 Punkte Vorsprung herausgefahren und will den Platz an der Tabellenspitze natürlich verteidigen.
Vor allem Porsche-Werksfahrer Jaminet freut sich auf den Start in Zandvoort: „Das ist ganz klar eine meiner Lieblingsrennstrecken im Kalender des ADAC GT Masters. Ein Kurs alter Schule, wirklich schnell, wo du als Fahrer mit der passenden Portion Risiko und der richtigen Linie mehr als anderswo den Unterschied machen kannst.“
Zu den großen Herausforderern gehört das italienisch-spanische Lamborghini Werksfahrer-Duo Mirko Bortolotti/Albert Costa Balboa. Zwei zweite Plätzen und eine Pole-Position stehen für den Lamborghini Huracán GT3 Evo (V10-Saugmotor, ca 600 PS) des GRT Grasser Racing Teams bisher zu Buche. Nun soll endlich der erste Sieg her. Wie gut der Lambo auf dem Dünenkurs funktioniert, bewies Bortolotti gerade erst mit einem Sieg in der GT World Challenge Mitte Juni.

Michael Ammermüller und Mathieu Jaminet im Porsche 911 GT3 R des Teams SSR Performance sind die aktuellen Spitzenreiter des Gesamtklassements.
Bild: Gruppe C Photography
Zwei neue Steilkurven in Zandvoort
Auch Kurve drei ist nun überhöht. Zudem weist das bis zu 19 Grad steile Banking (zum Vergleich, Indianapolis, die „Mutter“ aller Ovalrennstrecken, hat „nur“ ein Banking von neun Grad) einige Höhenunterschiede im Kurvenverlauf auf, was die Orientierung aus dem Cockpit schwierig machen dürfte. Ausrutscher sollten sich die Piloten hier allerdings verkneifen, denn statt Auslaufzone wartet eine Betonmauer als äußere Kurvenbegrenzung …
Als seien das nicht genug Herausforderungen, ist der Asphalt auf neuen Streckenteile glatt wie ein Kinderpopo. Im unveränderten Mittelteil der Strecke werden Fahrer und Material aber weiterhin von den Zandvoort-typischen Bodenwellen kräftig durchgeschüttelt. Aussicht auf einen Erfolg hat da nur, wer bei der Abstimmung den perfekten Kompromiss erwischt.
3000 Besucher dürfen das Spektakel live an der Rennstrecke miterleben. Fans zu Hause können die Rennen am Samstag und Sonntag jeweils ab 16.00 Uhr (Start 16.30 Uhr) live im TV bei Nitro oder unter ADAC.de/motorsport im Livestream verfolgen.
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