ADAC Schulbustest 2009
Jeder Achte bleibt sitzen

–
Der ADAC hat mal wieder deutsche Schulbusse unter die Lupe genommen. Erschreckendes Ergebnis: Oft sind die Schülertransporter total überfüllt und sogar viel zu schnell unterwegs.
Versetzung gefährdet: Deutsche Schulbusse sind eine Gefahr für die Schüler. Diesen Eindruck vermittelt jedenfalls das Ergebnis eines groß angelegten Tests vom ADAC. Es ist nach 2008 der zweite Test dieser Art. In neun Bundesländern untersuchte der Automobilclub 89 Busse auf technische Mängel, außerdem wurden 72 Schulbuslinien in zwölf Bundesländern getestet. Schon der Technik-Check gemeinsam mit der Polizei brachte Unerfreuliches zu Tage: Jeder achte Bus hatte erhebliche Mängel. Beanstandet wurden zum Beispiel die Lenkung, die Bremsen oder die Reifen. Ein Fahrzeug musste von den Beamten sogar augenblicklich aus dem Verkehr gezogen werden.
Viele Busse hoffnungslos überfüllt

Bild: ADAC
Haltegriffe auch für kleine Schüler

Bild: ADAC
Hilfe durch Busbegleiter
Schuld an den Mängeln ist nach Einschätzung des ADAC häufig Geldmangel. Die Zuschüsse von Gemeinden, Bund und Ländern für den Schülerfahrdienst würden nicht ausreichen, so dass Busunternehmer regelrecht gezwungen wären, knapp zu kalkulieren und an lebenswichtiger Sicherheit zu sparen. Dadurch ist das Material veraltet, die Busfahrer überlastet und es gibt zu wenige und zu kleine Busse, in denen sich dadurch die Schüler gefährlich drängeln. Ein weiteres Problem ist die Rücksichtslosigkeit älterer gegenüber kleineren Schülern. Der ADAC empfiehlt hier, fähige Busbegleiter einzusetzen und den Kindern durch Schulungen das richtige Verhalten im Bus beizubringen.
Service-Links