Forscher aus Leipzig tüfteln an einem Reifen, der sich selbstständig an Witterung und Untergrund anpasst. Eine Forschergruppe um Prof. Detlef Riemer von der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK Leipzig) stellt den Versuchsträger auf der Hannover Messe (23. bis 27. April 2012) vor. Dabei sei es egal, ob auf der Autobahn oder auf einer Schotterpiste oder bei Sonne oder Schnee gefahren werde, der adaptive Reifen erkenne den Untergrund und ändere seine Profilrillen automatisch. Der Reifen soll so funktionieren: "In die Lauffläche werden formändernde Komponenten eingebracht, die von einer in den Reifen integrierten Steuer- und Regeleinheit aktiviert werden", erklärt Riemer. Dadurch würden die Profilrillen des Reifens (Längs- und Querrillen) einzeln beweglich: "Die Profiländerung erfolgt durch Aktuatoren oder formändernde Materialen, die in das Laufband oder unter die Karkasse integriert werden", so der Forscher.
Ginge der Reifen in Serie, entfiele der jahreszeitlich bedingte Wechsel der Pneus, gleichzeitig könnten Verschleiß, Geräuschentwicklung und Benzinverbrauch optimiert werden. Noch aber befindet der adaptive Reifen sich im Versuchsstadium, die Leipziger Forscher haben sich aber bereits das Patent für den "Superreifen" gesichert.