Adventskalender für Autofans
Adventsgeschenke für Auto-Bastler

Keine Lust auf Süßes? Wie wäre es mit einem Auto-Adventskalender zum Spielen und Basteln? AUTO BILD hat drei Kalender getestet – nicht nur für Kinder.
- Christopher Clausen
- Raphael Schuderer
Was gehört zu einer heiteren und besinnlichen Vorweihnachtszeit dazu? Richtig: Adventskalender. Sie bieten inzwischen für jeden Geschmack etwas: Bausteine, Bier, Kosmetik, Werkzeug – es gibt fast alles. Und für Autofans? Die AUTO BILD-Redakteure Raphael Schuderer und Christopher Clausen haben schon mal drei Adventskalender geplündert.
Hot Wheels

Hot Wheels, der Kalender zur Serie: ein cooles Set für kleine Autofans mit vielen witzigen Extras.
Das ist er: Der Kalender zu der bekannten Hot-Wheels-Reihe. Das ist drin: Acht verschiedene Autos – wie schon immer ähneln sie keinen existierenden Autos, sondern sind wilde Eigenkreationen. Dazu kommen 16 Zubehörteile wie eine Rampe, ein Schneepflug, ein Schlitten, ein Yeti, Rentiere, eine Zapfsäule. Die Front lässt sich herunterklappen und bildet gleich einen Spielteppich. Das kostet er: Laut unverbindlicher Preisempfehlung 25,99 Euro. Für wen geeignet: Eher für Kinder als für Erwachsene.
Raphael Schuderer meint: "Ein cooles Set für kleine Autofans – vorrangig natürlich für Kinder. Ich mag die witzigen Extras wie den Yeti, auch die abwechslungsreichen Fantasie-Karren kommen beim Nachwuchs bestimmt gut an. Die Qualität geht in Ordnung, auch das Preis-Leistungsverhältnis ist okay." Christopher Clausen meint: "Mir gefällt die ausklappbare Spielfläche. Acht Autos plus Zubehör – das macht eine gute Mischung. Vorsicht: Nicht für Kleinkinder geeignet, manche Teile sind wirklich klein." (Die Packung empfiehlt ein Alter von mindestens drei Jahren.) Wertung: 4 von 5 Punkten.
Porsche-Kalender von Franzis

Porsche: Bauteile in 24 Boxen. Heraus kommt ein Porsche 911 von 1965. Nicht gerade günstig!
Das ist er: Ein Adventskalender für Erwachsene zum Basteln aus dem Franzis-Verlag. In jeder der 24 kleinen Boxen stecken ein oder mehrere Bauteile, um am Ende einen kleinen Porsche 911 von 1965 zusammenzubauen. Das ist drin: Das Porsche-Modell besteht aus sechs Einzelteilen, dazu kommen ein Sockel, ein Soundmodul, Hintergründe für ein Diorama, Dekomaterial wie ein Papp-Reifenstapel und ein Buch; es erzählt die Geschichte des 911er und der Marke Porsche und gibt Tipps zum Aufbau. Das kostet er: 49,95 Euro.
Christopher Clausen meint: "Die Verpackung gefällt mir richtig gut. Die 24 Boxen sind liebevoll gestaltet, das Begleitbuch gibt einen schönen Einblick in die Porsche-Welt – und ist auch noch sehr liebevoll gestaltet. Das Modell an sich ist schön gemacht, das Festschrauben einzelner Teile (Soundmodul und Lautsprecher) und des Modells auf dem etwas dünnen Sockel ist wegen des zu feinen Schraubendrehers nicht ganz einfach. Auf das Soundmodul hätte ich persönlich auch verzichten können. Der Preis ist nicht ganz ohne – das Gesamtpaket macht das aber wett."
Raphael Schuderer meint: "Schöne Optik – aber das Modell hält sein Versprechen für mich nicht ganz. Die wackeligen Dioramen-Hintergründe überzeugen mich nicht. Das Soundmodul ist eine gute Idee, leider klingt das Motorengeräusch aus dem Mini-Lautsprecher nicht wie ein echter Porsche. Die kleinen Extras (Reifenstapel, Skier) wirken durch den klobigen Kunststoff-Aufsteller nicht sehr hochwertig. Dafür habe ich das Buch gern durchgeblättert." Wertung: 3,5 von 5 Punkten.
Revell RC Adventskalender
Das ist er: Ein Set mit 24 Türchen für Bastler ab acht Jahren: Hinter jedem Türchen steckt ein Bauteil für einen knallroten, ferngesteuerten Monstertruck. Das ist drin: Viele Einzelteile und noch mehr Schrauben – sogar die Batterien sind dabei. Ob einzelne Federn, der Motor für die Lenkung oder die einzelnen Reifen – alles wird mit dem mitgelieferten Schraubendreher befestigt. Das kostet er: 29,99 Euro.

Revell: Hinter den 24 Türchen wartet ein knallroter, ferngesteuerter Monstertruck.
Christopher Clausen meint: "Nett verpackt, coole Optik. Was mich beim Auspacken stört: Vor einigen Fächern ist Klebestreifen angebracht, damit nichts rausfällt oder in andere Fächer rutscht. Gut gemeint, teils verkleben dann aber dünne Schräubentütchen mit dem Klebeband und beim Lösen muss man aufpassen, dass nicht alles durch die Gegend fliegt. Das Zusammenbauen macht Spaß, ist teils recht frickelig. Eltern sollten Kinder von acht bis zwölf Jahren beim Aufbauen unterstützen. Der fertige Truck ist richtig cool – und stabil! Bei einigen Zusammenstößen mit Bürostühlen oder Schränken in der Redaktion hat der Truck nichts abbekommen."
Raphael Schuderer meint: "Von den drei Kalendern definitiv mein Favorit. Eine gute Mischung aus Basteln und später Spaß haben. Obwohl ich es ehrlich gesagt kaum aushalten würde, 24 Tage lang zu warten, bis alles fertig ist. Beim Zusammenbau haben mich die zahlreichen kleinen Schrauben genervt, sie waren mit dem mitgelieferten Schraubendreher teilweise schwierig zu befestigen. Schön wäre, wenn Revell verschiedene Aufkleber für die Karosserie beilegen würde – so könnten die Kids ihren Truck ein wenig individualisieren." Wertung: 4,5 von 5 Punkten.
Fazit
Drei Kalender, drei Zielgruppen: Der Hot-Wheels-Kalender richtet sich hauptsächlich an jüngere Fans und bietet viel Spielspaß zum annehmbaren Preis. Der Porsche-Adventskalender von Franzis ist nur für Größere geeignet, bietet viel Wissen und viele Teile zum Schrauben – der Sockel fürs Modell und die Zubehörteile könnten noch liebevoller gemacht sein. Der Revell-Kalender ist ein Kompromiss aus beidem: Ein bisschen Bastelei und Spielspaß danach. Dazu kommt ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Unser persönlicher Favorit!
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