Alkolock-Diskussion nach Tod von Fabien M.
Können Alkolocks Suff-Fahrten verhindern?

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Der Tod einer jungen Frau bedingt durch einen angetrunkenen Fahrer am Steuer eines Polizeiwagens hat eine Diskussion um Alkolocks ausgelöst. So funktionieren die Geräte!
Der Unfalltod einer jungen Frau hat eine Diskussion um die Einführung von Alkoholsperren in Autos, sogenannten Alkolocks, ausgelöst. Das Thema kochte hoch, nachdem bekannt wurde, dass der Beamte, der bei dem Unfall in Berlin vor einem Jahr am Steuer des Polizeiwagens saß, angetrunken war. Die 21-jährige Fabien M. war am 29. Januar 2018 in Berlin ums Leben gekommen, als ein Polizist mit rund 90 km/h in ihren einparkenden Wagen fuhr. Später wurde bekannt, dass der Beamte zum Unfallzeitpunkt rund 1,1 Promille im Blut hatte. Das ging aus der Patientenakte der Berliner Charité hervor. Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen den Polizisten wegen fahrlässiger Tötung und Trunkenheit am Steuer.
Unfall löst Diskussion um Alkoholsperren aus
Video: Dobrindt für Alkolocks
Erst pusten, dann fahren
Wie und wo Alkolocks zum Einsatz kommen
Eine Alkohol-Wegfahrsperre besteht aus zwei Geräten. Unter dem Armaturenbrett ist eine Steuereinheit eingebaut, die mit der Fahrzeugelektronik verbunden ist. Hinzu kommt ein Handmessgerät ähnlich den digitalen Alkoholtestern, die im Handel erhältlich sind. Schaltet der Fahrer die Zündung ein, wird er zum Test aufgefordert. Dazu pustet er wie bei einer Polizeikontrolle durch ein Röhrchen in das Messgerät, das darauf den Atemalkoholgehalt des Fahrers misst. Nur wenn der Wert unter dem zuvor programmierten Grenzwert liegt, gibt die Steuereinheit die Wegfahrsperre des Wagens frei. Liegt er darüber, blockiert sie diese und der Motor lässt sich nicht starten. In den USA kommen Alkolocks schon seit 1986 zum Einsatz, Pflicht sind sie jedoch nicht. In Frankreich und Schweden gehören Alkolocks für Fahrer im öffentlichen Dienst (Bus, Taxifahrer etc.) zum Alltag. In Polen und den Niederlanden sind bereits alkoholauffällig gewordene Fahrer zur Benutzung verpflichtet.
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