Allianz fordert Fahrgeräusche für Elektroautos
Lieber nicht lautlos

Das Allianz Zentrum für Technik fordert künstliche Geräusche für elektrisch angetriebene Autos. Außerdem sollten E-Auto-Besitzer die Finger vom Tuning lassen.
Das Allianz Zentrum für Technik (AZT) fordert künstlich erzeugte Geräusche für elektrisch angetriebene Autos. "Hochvoltfahrzeuge müssen für andere Verkehrsteilnehmer wahrnehmbar sein", erklärte Carsten Reinkemeyer, Leiter der Sicherheitsforschung im AZT, gegenüber autobild.de. Bei Geschwindigkeiten von bis zu 30 km/h sollten solche synthetischen Fahrgeräusche vorgeschrieben werden. Außerdem müsse bei einem Unfall für die Rettungskräfte klar erkennbar sein, dass es sich bei dem Auto um ein Elektroauto handelt. Die Helfer müssten, so die AZT-Forderung, ebenso deutlich sehen können, ob die Hochvoltanlage deaktiviert sei oder nicht. Des Weiteren warnt Reinkemeyer dringend davor, E-Autos durch Eingriffe in die Hochvoltanlage tunen zu wollen. "Die Hersteller müssen geeignete Schutzmaßnamen gegen Eingriffe Dritter treffen", so der Sicherheitsforscher. Auch in der Verwendung von ungeeigneten Verlängerungskabeln sieht der Techniker Sicherheitsrisiken. Trotz aller Warnungen stellte das AZT aber fest, dass "nach bisherigen Erkenntnissen bei serienmäßigen E-Autos kein erhöhtes Brandrisiko gegenüber konventionellen Antrieben besteht". Auch die Crashtests nach Euro N-CAP hätten bewiesen, dass E-Autos bereits jetzt so sicher sind wie Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor und Tank.
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Flotter Sound fürs E-Auto
Die Allianz bietet Besitzern von E-Autos und Plug-in-Hybriden vergünstigte Haftpflicht- und Kaskoversicherungen an und übernimmt die höheren Abschleppkosten.
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