Mit seinem sechsten Gesamtsieg im elften Rennen hat das Audi-Duo Lucas Luhr/Marco Werner seine Erfolgssaison in der American Le Mans-Serie (ALMS) gekrönt. Die bereits als Champions der LM P1-Klasse feststehenden Piloten aus Koblenz und Dortmund setzten sich am Samstag (18. Oktober 2008, Ortszeit) beim letzten Lauf der ALMS in Laguna Seca im US-Bundestaat Kalifornien vor ihren Markenkollegen Christijan Albers und Emanuele Pirro (Niederlande/Italien) durch. "Ich bin superhappy", sagte Luhr. Damit blieb der Audi R10 TDI auf der Strecke in Laguna Seca, auf der die leichteren LM P2-Sportwagen traditionell einen klaren Vorteil haben, auch im dritten Einsatz ungeschlagen. 2006 und 2007 hatten jeweils Dindo Capello und Allan McNish gesiegt.

Großer Jubel bei Porsche

ALMS 2008 Laguna Seca, Porsche RS Spyder, Bernhard/Dumas
Auch Porsche hatte reichlich Grund zum Jubeln. Timo Bernhard aus Dittweiler und sein französischer Teamkollege Romain Dumas sicherten mit Platz drei in der leistungsschwächeren und leichteren LM P2-Klasse den knappen Gesamterfolg in der Hersteller-Wertung. In der Fahrerwertung hatte das Duo im Porsche RS Spyder seinen Titel bereits vorzeitig verteidigt. In der GT2-Kategorie setzten sich Jörg Bergmeister (Langenfeld) und Wolf Henzler (Nürtingen) im Porsche 911 GT3 RSR durch. "Ich bin extrem zufrieden, denn wir haben gegen sehr starke Konkurrenten alle möglichen Meistertitel gewonnen", sagte Porsche-Motorsportchef Helmut Kristen.

Turbulentes Abschlussrennen

ALMS 2008 Laguna Seca, Porsche 911 GT3, Bergmeister/Heinzler
In einem turbulenten Rennen, bei dem alle Klassen wie gewohnt gemeinsam starteten, gab es insgesamt zwölf Safety-Car-Phasen. Lange führte Porsche-Fahrer Dumas, ehe Luhr im Audi R10 TDI nach 37 Runden von Startplatz zehn auf Rang eins raste. Nach einer Strafe wegen eines regelwidrigen Tankstopps mussten Luhr und Werner erneut eine Aufholjagd starten. 20 Minuten vor Schluss kämpfte sich der nun am Steuer sitzende Werner an Pirro im zweiten Audi vorbei und fuhr am Ende mit 1,941 Sekunden Vorsprung über die Ziellinie. "Ein toller Tag für uns", meinte Werner. Audi-Motorsportchef Wolfgang Ulrich urteilte: "Ein tolles Finale mit einem super Ergebnis. Wir haben in allen Rennen Motorsport vom Feinsten gesehen."