Bisher ließ die AMI in Leipzig jedes Jahr Besucherrekorde purzeln. Doch 2009 ging die Konjunktur-Krise auch an der zweitgrößten deutschen Automesse nach der IAA nicht spurlos vorbei. Nach Angaben der Messe besichtigten in den vergangenen neun Tagen rund 252.000 Menschen die Neuheiten aus mehr als 20 Ländern. 2008 – dem bisherigen Rekordjahr der AMI – wurden rund 40.000 Besucher mehr
gezählt. Das Interesse galt in diesem Jahr besonders sparsamen und umweltfreundlichen Autos. Insgesamt zeigten auf der 19. AMI fast 500 Aussteller ihre Neuheiten, dafür hatten einiger Hersteller wie BMW, Fiat oder Mitsubishi ihre Teilnahme abgesagt. Trozdem ließen sich die Veranstalter Meese Leipzig und der Verband der Kraftfahrzeug-Importeure VDIK die gute Laune nicht verderben und zogen ein positives Fazit.

Debatte um die Zukunft

"Wir dürfen uns nicht mehr über Stück- und Besucherzahlen definieren, sondern über Qualität und Umsatz", sagte Messechef Wolfgang Marzin. VDIK-Präsident Volker Lange bezeichnte die Ausstellung als "vollen Erfolg". Die AMI habe in diesem Jahr besonders die kaufkräftigen Besucher angelockt. Nach Angaben der Veranstalter konnten rund 60 Prozent der Aussteller während der Messe ein Geschäft abschließen. Positiv bewertet wurde auch die gestiegene Zahl ausländischer Gäste auf elf Prozent. Trotzdem gibt es Debatten um die Zukunft der AMI: Ford-Deutschland-Chef Bernhard Mattes hatte vorgeschlagen, die Leipziger Messe im Wechsel mit der Frankfurter IAA zu veranstalten, also lediglich alle zwei Jahre. "Ich schließe nichts aus, es muss diskutiert werden", sagte Lange dazu und machte eine Entscheidung von den Wünschen der Aussteller abhängig. Im kommenden Jahr ist die AMI für die Zeit vom 10. bis 18. April geplant.