Arbeiten im Camper: Teil 1
Ein Malibu wird zum Büromobil

Wer im Reisemobil arbeiten möchte, braucht technische Ausstattung. Wir zeigen, wie sich unser Malibu Van in ein Büromobil verwandelt.
Bild: Sven Krieger / AUTO BILD
Workation heißt das Zauberwort, das campingbegeisterte Arbeitnehmer zum Schwärmen bringt. Morgens am Traumstrand aufwachen, ein paar Stunden am Rechner arbeiten, mittags eine Runde im Meer schwimmen und abends den Sonnenuntergang mit Blick auf die Küste genießen. Doch um zeitweise im Reisemobil zu arbeiten und zu leben, müssen die Voraussetzungen stimmen, vor allem die technischen.
Wer heutzutage seinen Job ausschließlich am Computer und Telefon erledigt, braucht in erster Linie einen stabilen Internetzugang. Für eine bessere Übersicht ist ein zweiter Bildschirm hilfreich. Um unseren Dauertest Malibu Van Charming GT Skyview 640 LE zu einem vollwertigen Büromobil zu machen, bekommt er einen LTE-Router, einen Smart-TV mit Soundbox und (weil wir gerade dabei waren) eine Sat-Anlage von der Firma Megasat verbaut.

Für die Umrüstung brauchen auch die Profis eine Vorbereitungszeit. Jedes Reisemobil ist anders aufgebaut, anders verklebt und verschraubt.
Bild: Sven Krieger / AUTO BILD
Damit kein Kabelsalat im Wohnraum herrscht, probieren wir auch gleich die kabellosen HDMI-Extender aus, um das Notebook mit dem Fernseher als Monitor zu verbinden. Mal sehen, ob auch die Pilotensitze fürs Büro taugen.
Stefan Albrecht, Geschäftsführer Freizeit-Center Albrecht, zum Thema Workation
Wir haben festgestellt, dass immer mehr junge Menschen mit dem Wohnmobil in die Elternzeit fahren. Hier geht es nicht nur um die üblichen zwei Monate, sondern auch gern mal um vier bis sechs Monate. In diesem Zeitraum wird dann im "Homeoffice" aus dem Reisemobil gearbeitet.
Das hat uns dazu veranlasst, mit einigen Arbeitgebern ins Gespräch zu gehen und anzuregen, dass so ein Urban Vehicle (z. B. Dethleffs Globevan) oder Kastenwagen (z.B. Sunlight Cliff 600) ein perfekter Firmenwagen wäre. Der Arbeitnehmer hätte die Möglichkeit, wirklich vom Strand aus zu arbeiten. Wir haben in dem Bereich an die IT-Dienstleister gedacht.
Auch andere Arbeitgeber, die ihre Mitarbeiter zum Beispiel zu unterschiedlichen Baustellen schicken (so weit entfernt, dass sich ein Pendeln nach Hause nicht lohnt), könnten von diesem "Firmenwagen" profitieren. Wir denken, dass dies auch gerade in Zeiten des Fachkräftemangels eine Möglichkeit ist, den Mitarbeitern einen ganz besonderen Mehrwert zu bieten, da sie das Firmenfahrzeug am Wochenende mit Familie oder Freunden ebenfalls nutzen können.
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