Assistenzsysteme: Pflicht in Neuwagen, doch bei vielen Fahrern noch unbekannt
Keine Scheu vor Assistenzsystemen

Bild: Mercedes
Haben Sie im Auto schon mal Assistenzsysteme genutzt? Falls nicht, sind Sie damit nicht allein: Über die Hälfte der deutschen Autofahrer (53 Prozent) gab in einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des TÜV-Verbands an, noch nie Tempomat, Spurhalteassistent, Einparkhilfe und Co genutzt zu haben.
Dabei gibt es immer mehr Funktionen im Auto. Und diese sind ab sofort nicht mehr nur in der Optionenliste zu finden. Seit dem 7. Juli sind einige Assistenten in Neuwagen Pflicht. Dazu zählen zum Beispiel Notbremsassistent, Notbremslicht und aktiver Spurhalteassistent. Diese Systeme greifen nur im Notfall ein, sodass man sie im Alltag gar nicht bemerkt.
Anders bei Rückfahrassistent, Müdigkeitserkennung und Tempowarner. Sie schlagen während der Fahrt Alarm, wenn ein Hindernis übersehen, Müdigkeitsanzeichen erkannt oder das Tempolimit überschritten wird. Zudem wird die Blackbox eingeführt. Ein Unfalldatenschreiber, der Fahrdaten aufzeichnet und im Ernstfall als wichtiges Beweismittel dienen kann.
Hersteller sind gefragt, Barrieren für die Bedienung abzubauen
Diese Systeme sollen die Verkehrssicherheit erhöhen. Es wird also höchste Zeit, sich damit auseinanderzusetzen. Denn nur das Ausprobieren kann die Berührungsängste reduzieren. Die Gründe für die Zurückhaltung bei Assistenzsystemen sind allerdings vielfältig: Die Befragten gaben unter anderem fehlendes Vertrauen (43 Prozent), die zu komplizierte Bedienung (39 Prozent) oder auch die Sorge vor irritierenden Eingriffen (47 Prozent) an.
Hier sind die Hersteller gefragt, ihre Systeme stetig zu verbessern und vor allem die Barrieren für die Bedienung abzubauen. Denn die ist je nach Auto ganz unterschiedlich und dazu oft kompliziert. Wer sich erst durch drei Menüs klicken muss, um ein System zu aktivieren, gibt vermutlich schon beim zweiten auf.
Doch dranbleiben lohnt sich. Denn wer einmal den Komfort moderner Assistenten genossen hat, will ihn sicher nicht mehr missen.
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