Ein möglicher mittelfristiger Ausstieg aus der Atomenergie hätte Folgen für die CO2-Bilanz von E-Autos. Ein Wegfall der Stromerzeugung aus Kernkraftwerken (Foto: Brokdorf) müsste durch höhere Auslastungen deutscher Kohle- und Erdgaskraftwerke ausgeglichen werden, so Hildegard Müller vom Bundesverband der Energiewirtschaft. Allein das Abschalten der sieben Meiler für drei Monate führe zu einer zusätzlichen CO2-Emission von rund acht Millionen Tonnen. Die CO2-Bilanz von E-Autos hängt von der Art der Stromerzeugung ab und kann etwa bei einem Peugeot iOn einen Wert zwischen fünf und 120 g/km betragen.
Im Jahr 2010 lag der Anteil von Strom aus Kohle bei rund 41 Prozent, jener von erneuerbaren Energien wie Wind oder Photovoltaik bei etwa 17 Prozent. Bis 2030 soll der Öko-Anteil auf 50 Prozent wachsen. E.ON-Vorstand Klaus-Dieter Maubach, einer der führenden Köpfe der Nationalen Plattform Elektromobilität, wollte sich auf Anfrage zum CO2-Problem nicht äußern.