Audi-Fahrer liefert sich Verfolgungsjagd mit Polizei
Verfolgter Raser setzt Krähenfüße ein

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Ein Audi-Fahrer flüchtete vor der Polizei über die österreichische Grenze. Um die verfolgenden Streifenwagen aufzuhalten, warf er Krähenfüße auf die Fahrbahn.
Spektakuläre Verfolgungsjagd über die A8. Auf der Flucht vor der Polizei setzte der Fahrer eines schwarzen Audi sogenannte Krähenfüße (vier spitze, aneinandergeschmiedete Nägel) ein, um die Verfolger abzuschütteln. Dann entkam er über die österreichische Grenze. Das unglaubliche Szenario spielte sich in der Nacht zum 6. März ab: Gegen 0.20 Uhr wollte eine Polizeipatrouille in Bergen (Bayern) einen "hochmotorisierten" Audi mit österreichischem Kennzeichen kontrollieren, der ortseinwärts unterwegs war. Doch als er angehalten werden sollte, gab der Fahrer plötzlich Gas und warf zudem ein paar Krähenfüße aus dem Fenster, um die Verfolgung zu unterbinden. Der Streifenwagen konnte dem Flüchtigen zunächst trotz der verstreuten Hindernisse folgen. Als der Audi auf der Autobahn 8 in Richtung Salzburg Vollgas gab, mussten die Beamten die Verfolgung abbrechen. Die Reifen des Polizeiautos waren zu stark beschädigt.
Audi-Fahrer entkam, das Kennzeichen war offenbar gestohlen
Die Verfolgungsjagd war allerdings noch nicht zu Ende: Mehrere Streifenwagen aus Deutschland und Österreich verfolgten das Fluchtfahrzeug. Dabei flogen immer wieder Krähenfüße aus dem bis zu 250 km/h schnellen Audi, der schließlich entkam. Durch die Nägel auf der Fahrbahn wurden neben etlichen Polizei- auch Privatautos beschädigt. Der Gesamtschaden ist derzeit noch unbekannt. Ebenso die Identität des Audi-Fahrers und möglicher Insassen, die aufgrund der abgedunkelten Scheiben des Wagens nicht zu erkennen waren. Wie die Polizei mittlerweile mitteilte, war das österreichische Kennzeichen des Audi wohl einen Tag zuvor gestohlen worden. Die Ermittlungen laufen.
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