Audi-Gerüchte in der Formel 1: Sauber reagiert
Teamchef: "Das Commitment ist da"

Kippt Audi das Formel-1-Projekt? Sauber-Teamchef reagiert auf Gerüchte.
Bild: Audi
Zieht Audi bei seinem Formel-1-Projekt doch wieder den Stecker? Vor kurzem sorgte der "Spiegel" mit einem entsprechenden Bericht für Aufsehen. Demnach ist der Einstieg 2026 nach dem Wechsel an der Audi-Spitze (Gernot Döllner kam für Markus Duesmann) doch nicht so sicher.
AUDI hatte die Meldung umgehend dementiert. "Der Einstieg von Audi in die Formel 1 im Jahr 2026 basiert auf einem Beschluss des Vorstandes der AUDI AG in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat der AUDI AG sowie Vorstand und Aufsichtsrat des Volkswagen Konzerns", hieß es aus der Presseabteilung: "Der Zeitplan der Audi Formula Racing GmbH für den Aufbau der Organisation sowie Entwicklung der Power Unit am Standort Neuburg an der Donau bleibt unverändert."

Ab 2024 ist Sauber dann endgültig frei, um im Namen von Audi die Vorbereitungen für den Einstieg zu übernehmen.
Bild: Alfa Romeo
Im Rahmen des GP Brasilien nahm zuletzt auch der Repräsentant des Sauber-Teams Stellung. Der Rennstall wird bis 2025 schrittweise von Audi gekauft, um als Einsatzteam und Chassisbauer zu fungieren. "Das Commitment ist da", betonte Teamchef Alessandro Alunni Bravi. "Warum es an Kommunikation mangelt, ist ganz einfach. Wir gehören zu Alfa Romeo F1. Bis zum Ende des Jahres haben wir also gewisse Einschränkungen bei der Kommunikation über das Team, über die Zukunft, über die Beteiligung von Audi, und wir respektieren das voll und ganz."
Ab 2024 ist Sauber dann endgültig frei, um im Namen von Audi die Vorbereitungen für den Einstieg zu übernehmen. Schon jetzt laufen im Hintergrund die Umstrukturierungen durch CEO Andreas Seidl. Alunni Bravi: "Wir arbeiten hart daran, die Struktur des Teams zu entwickeln. Wir haben einen starken Rekrutierungsplan aufgestellt. James Key (neuer Technischer Direktor; d. Red.) gehört dazu, aber wir haben jede Woche neue Personalien."
Bis Ende des Jahres sollen 50 Prozent am Team durch Audi übernommen werden. Insgesamt werden es bis zum Einstieg 75 Prozent sein, die in der Hand des Ingolstädter Autobauers sind. Ein Viertel bleibt beim jetzigen Besitzer, dem Schweden Finn Rausing. "Wir haben zwei Eigentümer und zwei Anteilseigner", erklärt der Teamchef. "Es gibt eine Regelung, die den verschiedenen Phasen der Transaktion entspricht, die vor der Saison 2026 abgeschlossen sein wird. Wir fahren also mit dem Investitionsplan fort, und zwar in Übereinstimmung mit der vereinbarten Governance."
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