Audi Q7 V12 TDI: Gebrauchtwagenmarkt
Stärkster Diesel der Welt mit über 100.000 Euro Wertverlust

Bild: AutoScout24/Bose Automobile
Ein Audi Q7 – das ist erst mal kein ungewöhnlicher Anblick im Straßenverkehr. Doch wenn dieser 2,7-Tonnen-Bolide an der Ampel losschießt, dann ist "gewöhnlich" das letzte Adjektiv, das passen könnte. Und ist das SUV erst einmal vorbeigefahren, dann erkennen Fachkundige auch ohne den Schriftzug am Heck, worum es sich bei dem Q7 genau handelt. Denn die ovalförmigen Endrohre verraten es: Unter dieser Haube schlummern zwölf Zylinder.
Doch der Q7 V12 TDI (2008-2012) ist nicht "irgendein" V12 – so das denn überhaupt möglich ist –, sondern der stärkste Seriendiesel der Welt! Die nackten Fakten lauten wie folgt: sechs Liter Hubraum, 500 PS, 1000 Nm maximales Drehmoment, 250 km/h Höchstgeschwindigkeit (abgeregelt) und von 0 auf 100 km/h in 5,5 Sekunden. Wie viele Exemplare von dem Ausnahme-SUV produziert wurden, ist nicht klar. Wirft man einen Blick auf den Gebrauchtwagenmarkt, so können es nicht viele gewesen sein – oder die Besitzer geben die großen Diesel nicht wieder her. Denn die Angebote von gebrauchten V12 TDI sind extrem rar.
Wertverlust von über 100.000 Euro
Doch findet man mal ein Exemplar, könnte es fast als preiswert durchgehen – insbesondere mit Blick auf den Originalpreis. Denn neu lag der Basispreis bei 130.600 Euro, ein Wertverlust von 100.000 Euro ist heute keine Seltenheit – so wie bei diesem Q7 V12 TDI aus dem Jahr 2011.
Heute soll das SUV noch 37.850 Euro kosten. Doch rechnet man die Sonderausstattungen dazu, wie zum Beispiel die seltene Konfiguration als Siebensitzer, die 21-Zoll-Leichtmetallräder, eine Alcantara-Ausstattung, Interieurleisten aus Carbon, Felgenschlösser sowie eine Vier-Zonen-Klimaautomatik, so dürfte der Wertverlust sogar bei über 100.000 Euro liegen!
Bei jedem günstigen Gebrauchtwagen gilt: Man sollte sich nicht blenden lassen! Doch selten war diese Devise so wichtig, wie bei diesem Q7. Denn auch, wenn das Angebot auf den ersten Blick verlockend wirkt, so sollten die Folgekosten nicht vernachlässigt werden. Schließlich handelt es sich bei dem V12 um einen seltenen Motor, Reparaturen gehen hier schnell ins Geld. Auch ein Wechsel der großen Keramikbremsen würde ins Geld gehen – mal abgesehen vom generellen Unterhalt.
Was einem etwas Hoffnung und Sicherheit gibt: Das Auto ist scheckheftgepflegt und hat noch TÜV bis März 2027. Wer vor den möglichen Folgekosten also nicht zurückschreckt, der wäre ganz sicher in Besitz eines sehr besonderen Autos, das so oder so ähnlich nie wieder gebaut werden wird!
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