Restomods sind besonders bei Sammlern begehrte Einzelstücke, mit denen man gerne das eigene Fahrzeugportfolio ausschmückt. Ein britisches Start-up namens Audacious Automotive wagt sich in diesem Fall an ein echtes Heiligtum unter Audi‑Fans: den Urquattro.
Das Projekt kombiniert den ikonischen Look des legendären Allrad-Coupés mit moderner Technik des Audi RS 4. Statt klassischer Restaurierung gibt's hier ein interessantes Restomod-Konzept, das viele Blicke auf sich ziehen dürfte.

Der Urquattro: Audis Allrad-Ikone

Der Audi quattro kam 1980 auf den Markt und wurde bis 1991 gebaut – insgesamt 11.452 Mal. Er war das Ur-Modell für Audis Allradrevolution, mit permanentem quattro‑Antrieb und einem kraftvollen Fünfzylinder-Turbomotor, der ihn im Rallyesport zur Legende machte.
Mit einer Leistung zwischen 200 und 306 PS, einem Fünfgang-Schaltgetriebe und einem Topspeed von 250 km/h sorgte das Modell mit den vier Ringen für echten Fahrspaß. Damit wurde er klar als Sportwagen einsortiert, selbst wenn Allradantrieb seinerzeit für viele eher in die Outdoor-Ecke gehörte.
Das Sportcoupé gilt bis heute als Meilenstein und Kultobjekt und damit auch als prägend für die Marke aus Ingolstadt. Eine gute Wertanlage? Auf alle Fälle.

S1‑Look und RS-4‑Herz

Wer sich vom Originalzustand des quattro lösen kann, der wird beim neuen Restomod aus Großbritannien fündig. Denn hier fliegt der originale 2,1‑Liter‑Fünfzylinder unter der Haube raus. Stattdessen setzt Audacious auf den 4,2‑Liter‑V8 aus dem Audi RS 4 mit Baucode B7, allerdings nicht serienmäßig.
Ein Kompressor hebt die Leistung von 420 auf über 600 PS, gekoppelt an ein manuelles Getriebe. Und dank leichterer Karosserie soll der Umbau mindestens 250 Kilo unter dem RS 4 liegen, was zusätzlich zur verbesserten Performance beitragen dürfte.
Audi Quattro Restomod
Breite Radläufe, kantiger Heckflügel und eine Heckscheibe mit Lüftungsschlitzen geben dem quattro einen sportlichen Retrolook.
Bild: Audacious Automotive
Optisch orientiert sich der Umbau am Rallye-quattro der Gruppe B, genauer gesagt am legendären S1. Massive Lufteinlässe, neue Frontschürze, verbreiterte Kotflügel, eine Heckscheibe mit Louvers, ein kantiger Flügel und ein markanter Diffusor setzen den quattro in Szene. Diese Teile sind laut den Briten nicht nur Show, sie verbessern auch Aerodynamik und Kühlung. Insgesamt wirkt der Restomod deutlich breiter und aggressiver.

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Nun zur Kehrseite: Der Spaß ist alles andere als günstig. Allein der Umbau schlägt mit mindestens 466.000 Dollar, also gut 403.000 Euro, zu Buche. Interessenten müssen zusätzlich sowohl einen Audi Urquattro als auch einen B7 RS 4 als Spenderfahrzeuge beisteuern – daher wirklich nur etwas für wohlhabende Sammler.