(dpa/AUTO BILD/KI) Das Audi-Werk in Brüssel steht vor unsicheren Zeiten, da die Produktion des dort seit 2018 gefertigten Elektro-SUV Q8 e-tron zurückgeht und dort keine weiteren Modelle von Volkswagen als Nachfolgeprojekte geplant sind. Gerd Walker, Produktionsvorstand bei Audi, betonte die Bemühungen, durch die Bildung einer Arbeitsgruppe und die Suche nach potenziellen Investoren Lösungen zu finden. Trotz der Prüfung von über 20 alternativen Geschäftsmodellen konnte bisher keine ökonomisch tragfähige und nachhaltige Lösung gefunden werden.
Die Situation wird durch die geografische Lage der Fabrik erschwert, welche zwischen einem Wohngebiet, Bahngleisen und einer Autobahn eingeklemmt ist und somit kaum Erweiterungsmöglichkeiten bietet. Hinzu kommen relativ hohe Produktionskosten sowie erhöhte Logistikkosten, bedingt durch die geringe Anzahl lokaler Zulieferer.
Die Belegschaft des Werks umfasst rund 3.000 Mitarbeiter, und die Entscheidung über die Zukunft des Standorts wird weiterhin in Konsultationen mit Betriebsräten und Gewerkschaften diskutiert. Ein nächstes Treffen des außerordentlichen Unternehmensrats ist für Anfang Oktober angesetzt. Der Nachfolger des Q8 e-tron wird derzeit in Mexiko produziert.