Nach einer Statistik der EU starben 2022 in der Staatengemeinschaft (inklusive Norwegen, Schweiz, Liechtenstein und Island) rund 20.600 Menschen im Straßenverkehr. Deutsche Urlauber, die mit dem eigenen Fahrzeug in die Ferien reisen oder dort mit einem Mietwagen unterwegs sind, sollten also Vorsicht walten lassen.
Besonders gefährdet ist man demnach in Rumänien. Dort starben im vergangenen Jahr pro eine Million Einwohner 86 Menschen durch einen Verkehrsunfall. In Bulgarien waren es 78 und im auch unter deutschen Urlaubern sehr beliebten Urlaubsland Kroatien 71 Personen.
Auch Italien liegt im Ranking von Unfalltoten im Jahr 2022 mit 52 ums Leben gekommenen Personen pro eine Million Einwohner im Vorderfeld. Mehr Verkehrstote gibt es nach dieser Zählweise nur noch in den EU-Ländern Polen und Lettland.
Auffahrunfall
Statistiken belegen, dass das Autofahren auch in beliebten Urlaubsländern tendenziell gefährlich sein kann.
Bild: DPA

Das muss nicht zwingend an den Umständen im jeweiligen Urlaubsland liegen. Auch hierzulande steigen im Sommer die Unfallzahlen. Mediziner warnen davor, dass bei Hitze Konzentration und Aufmerksamkeit sinken, während das Stress- und Aggressionspotential gleichzeitig steigt.

Norwegen und die Schweiz besonders sicher

Deshalb auch bei Urlaubsfahrten immer einen kühlen Kopf bewahren, viel trinken und mit regelmäßigen Pausen im Schatten Stresspegel runterfahren.
Besonders sicher fährt man übrigens in Norwegen und der Schweiz. 15 Verkehrstote pro eine Million Einwohner in Norwegen und 23 in der Schweiz werden von keinem anderen europäischen Land unterboten. Ob das wohl am generellen Tempolimit liegt? In Norwegen sind das 80 km/h auf Landstraßen und 100 km/h auf Autobahnen. In der Schweiz sind das 80 und 120 km/h.