Autos sind zum Fahren da! Das gilt freilich für alle, aber gerade dem 4x4-Mobil haftet erst recht der Nimbus von freier Fahrt an. Doch die Realität sieht anders aus. Durchschnittlich wird ein Pkw in Deutschland eine Stunde am Tag bewegt; 23 Stunden steht er. Und gerade das Parken wird zur größten Herausforderung. Viele Städte haben es sich auf die Fahne geschrieben, Parkraum zu verknappen, mit dem Auto in die City zu fahren auf diesem Weg unattraktiv zu machen. Und hat man endlich einen Parkplatz gefunden, kommt nicht selten der deutsche Amtsschimmel angetrabt. Mir ging es jüngst in Hamburg so. Ich hatte eine freie Lücke in einer Parkschein-Zone ergattert und mich noch gefreut, dass E-Autos kein Ticket ziehen müssen. Aber: Sie brauchen eine Parkscheibe. Die fehlte zwar in meinem Auto, aber willens, meine Ankunftszeit mitzuteilen, notierte ich "18.50" auf einem Zettel. Im guten Glauben, das genüge. Tut es nicht, musste ich 15 Minuten später und 20 Euro ärmer lernen. Denn: Bei der Parkscheibe handelt es sich um ein offizielles Verkehrszeichen. Sie muss 10 Zentimeter breit, 15 hoch und blau sein. Alles andere gilt nicht, mit einer Ausnahme: Elektrische Parkscheiben sind erlaubt, wenn der Parkbeginn bei Abstellen des Motors automatisch eingestellt wird, die Uhrzeit im 24-Stunden-Format angegeben wird, die Zahlen mindestens zwei Zentimeter hoch sind, über dem Display "Ankunftszeit" steht und das Parken-Verkehrszeichen 314 abgebildet ist.
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Auch wichtig, sowohl bei elektrischen als auch manuellen Parkscheiben: Die Ankunftszeit MUSS auf die nächste halbe bzw. volle Stunde eingestellt werden. Andernfalls drohen bis zu 30 Euro Verwarnungsgeld. Dafür könnte man wiederum auch 61 bis 120 Minuten ganz ohne Parkscheibe parken …
Michael Gebhardt, Redaktionsleiter
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